Ulm / DOROTHEA NITZSCHE  Uhr
Pfleger und Krankenschwestern haben sich für zehn Minuten für einen Flashmob versammelt. Vor dem Ulmer Stadthaus legten sie sich auf den Boden.
Verwundert schauen Marktbesucher eine Gruppe Menschen an, die sich mit Isomatten und orangen Plakaten einfach auf den Boden legen. Vor dem Ulmer Stadthaus haben sich am Samstagmittag knapp 25 Männer und Frauen verabredet, um für zehn Minuten auf die schlechten Arbeitsbedingungen von Krankenschwestern und Pflegern aufmerksam zu machen.

"Wir wollen die Politiker einfach an ihre Versprechen vor der Wahl erinnern", sagt Heinz Jäkel. Der 62-Jährige arbeitet seit 30 Jahren als Pfleger in der Anästhesie in Ulm. Er klagt über zu wenig Zeit - für die Arbeitsaufgaben, vor allem für die Patienten. "Man schafft es kaum, sich mit einem Patienten zu unterhalten." Viele Pfleger und Krankenschwestern seien einfach überlastet.

Bundesweit legten sich am Samstag Menschen auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern zu protestieren. Den Flashmob in Ulm hat Jana Langer organisiert. In regelmäßigen Abständen will sie sich zusammen mit anderen Pflegern und Schwestern öffentlich treffen, "solange, bis sich was ändert", sagt Langer.