Kriminalität Brutaler Einbruch: Menschen am Eselsberg schockiert

Ein 59-Jähriger starb nach dem Angriff durch einen Einbrecher.
Ein 59-Jähriger starb nach dem Angriff durch einen Einbrecher. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Sandra Kolb 09.01.2018
Die Menschen am Eselsberg sind schockiert über das brutale Verbrechen in ihrer Nachbarschaft.

Die Tat hat viele Nachbarn am Eselsberg schockiert: In der Nacht auf Sonntag hatten unbekannte Einbrecher einen 59-jährigen Bewohner eines Reihenhauses niedergeschlagen und gefesselt. Wenige Stunden später war der Mann, der mit seiner 91-jährigen Mutter in dem Haus lebte, tot. Was denken Anwohner nach der brutalen Tat?

„Ich wohne seit 38 Jahren hier und es ist noch nie etwas passiert“, sagt ein direkter Nachbar, „es fühlt sich schrecklich an. Der Schlüsseldienst sagte uns immer, dass durch die Feuertüren niemand hereinkommen könne. Ich bin schockiert. Wir Nachbarn müssen jetzt zusammenarbeiten, damit die Täter gefasst werden.“

Auch der Bewohner des Hauses gegenüber ist bestürzt: „So etwas sieht man nur bei anderen, wenn man es aber selbst mitbekommt ist es schon etwas anderes. Es war  rigide, bösartig und ohne Moral, einen Menschen so niederzuschlagen. Ich bin jetzt sehr sensibilisiert und gebe mehr Acht. Aber Angst habe ich nicht, das wäre zu viel gesagt und das ist auch nicht der richtige Weg.“

Wolfgang Rabausch, der ebenfalls vor Ort wohnt, war zum Tatzeitpunkt im Urlaub: „Ich hatte einen Zettel von der Polizei bekommen, die nach Hinweisen sucht. Aber mir ist nichts aufgefallen. Eigentlich kennt man solche Taten nur aus den Medien. Und jetzt kennt man das Opfer persönlich. Ich saß beim Oktoberfest mit dem Sohn noch in unserem Hof. Bisher haben wir uns sicher gefühlt, jetzt sind wir aber achtsamer.“

Eine junge Nachbarin, die vom Opfer nur zwei Türen weiter wohnt, wurde noch in der Nacht von der Polizei aufgesucht: „Sie haben bei uns geklingelt. Es war schon ein Schock. Ich kannte das Opfer vom Sehen und es tut mir wahnsinnig leid. Ich versuche es zu verdrängen.“

Auch noch am Dienstag wird die Ulmer Polizei am Eselsberg Flugblätter verteilen, in denen die Nachbarschaft um Mithilfe bei der Aufklärung des brutalen Verbrechens gebeten wird. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion ergeben, die noch diese Woche erfolgen soll.

Die näheren Umstände, wie es zu der Tat kam, sind laut Polizei noch nicht bekannt. Auch nicht, ob die Täter – die Ermittler gehen von mindestens zwei aus – in dem Haus etwas gestohlen haben. Während des Vorfalls war auch die 91-jährige Mutter des Bewohners im Haus. Sie wurde nicht verletzt. Angehörige kümmern sich um sie. Die Ulmer Polizei bittet um Hinweise unter Tel. (0731) 18 80.

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