Kommentar Erhard-Brücke: Die Leitplanke muss weg

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Ulm / Chirin Kolb 15.11.2018
Die Leitplanke an der Ludwig-Erhard-Brücke ist überflüssig. Ein breiterer Geh- und Radweg ist sicherer, meint Chirin Kolb.

Für Radfahrer ist die Ludwig-Erhard-Brücke auf langer Strecke die einzige Verbindung über die Bahngleise. Auch für Fußgänger wird sie wichtiger, wenn das Dichterviertel innenstädtischer wird. Der schmale Geh- und Radweg wird dann zum Sicherheitsrisiko, weil Fußgänger und Radler kaum mehr aneinander vorbei kommen – ganz abgesehen davon, dass er trostlos aussieht. Es ist ein Glücksfall, dass der notwendige Ersatz der alten Brüstung die Chance bietet, den Geh- und Radweg zu verbreitern und die ganze Brücke einladender zu gestalten.

Dazu muss die Leitplanke weg. Die Sicherheitsbedenken, die Siegfried Keppler (CDU) äußerte, klingen nur für den Moment plausibel. An keiner Ulmer Innenstadtstraße, auch nicht an Gänstor- und Zinglerbrücke, trennt eine Leitplanke die Fahrbahn vom Gehweg – wohl kaum ein unverantwortliches Sicherheitsrisiko.  Dank der Vorschriften der Bahn muss die Stadt auf der Ludwig-Erhard-Brücke ohnehin mehr für die Sicherheit tun als anderswo und  einen 15 Zentimeter hohen Bordstein bauen. Der Bordstein soll dafür sorgen, ausbrechende Autos wieder auf die Straße zu lenken. Wenn es auf der Brücke kracht, dann meist vor dem Blaubeurer Ring. Ein Tempolimit auf 30 oder 40 km/h ist auf der Ludwig-Erhard-Brücke nicht zulässig – dennoch bemerkenswert, dass dieser Vorschlag aus den Reihen der CDU kam.

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