Zwischennutzung Kunstdepot zieht in Blaubeurer Straße ein

In dieses Gebäude zieht das Depot ein.
In dieses Gebäude zieht das Depot ein. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Lena Grundhuber 18.05.2018
Das zentrale Depot für die städtischen Einrichtungen zieht bis Ende 2019 in die Blaubeurer Straße ein.

Der Plan ist schon Jahre alt, nun drängt er zur Verwirklichung: Der Mietvertrag für das zentrale städtische Kunstdepot ist unterschrieben. „Es ist alles unter Dach und Fach“, sagt Stefanie Dathe, Chefin des Museums Ulm. Museum, Stadthaus, Donau­schwäbisches Zentralmuseum, Stadtarchiv und Stadtbibliothek werden endlich die dringend benötigten Depoträume erhalten. Es handelt sich um zwei Etagen in der Blaubeurer Straße im ehemaligen Britax-Römer-Gebäude, die laut der Projektentwicklungsgesellschaft Ulm (PEG) auf zwanzig Jahre gemietet sind – mit Verlängerungsoption.

Flächen auch für Sammler

Anders würde sich der Umbau der Räume gar nicht lohnen, denn natürlich müssten die rund 5000 Quadratmeter hergerichtet werden für das empfindliche Kunst-Gut, sagt der PEG-­Geschäftsführer Christian Bried. Rund 3,5 Millionen Euro brutto werde man etwa in Lüftung, Lagertechnik und Sicherheit investieren. Der Umzug sei für die zweite Jahreshälfte 2019 avisiert. Eine wertvolle Anmerkung hat Christian Bried noch: „Falls Sammler noch Flächen brauchen, stehen Quadratmeter für Dritte zur Verfügung.“

„Jetzt gehen wir in die Feinplanung“, sagt Kulturbürgermeisterin Iris Mann, die den Standort „super“ findet: „Das ist perfekt, weil es uns die Möglichkeit gibt, das genau so zu machen, wie wir es haben möchten.“ Zudem sei das zentrale Kunstdepot auch noch in Innenstadtnähe: „Das ist mehr, als ich gehofft hatte.“

Vor allem Museumsleiterin Stefanie Dathe atmet hörbar auf: „Das Wichtige ist, dass die Kunst sicher und langfristig unter konservatorisch korrekten Bedingungen eingelagert ist“, sagt sie. Zudem könne das Museum jetzt drei Außendepots auflösen und damit Fläche gewinnen. Und vor allem: Das Notdepot im Haus kann ausgeräumt werden, das derzeit eine ganze Etage blockiert. „Diese Räume brauchen wir für die Neukonzeption des Museums“, sagt Stefanie Dathe. Denn sie sieht das Kunstdepot nicht zuletzt als Schritt auf dem Weg zu ihrem größeren Ziel: der ebenfalls längst fälligen Sanierung und dem Umbau des Museums Ulm.  

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