Die Ulmer Danube Networkers haben ein gigantisches Donau-Pilotprojekt vor: Sie wollen die zehn Donauländer vernetzen, indem Menschen aller Nationen Luftmaschenbänder aus Wolle häkeln. Diese verschiedenen bunten Bänder sollen in der Summe möglichst so lang werden wie die gesamte Donau von der Quelle bis zur Mündung ins Schwarze Meer.

Carmen Stadelhofer, die seit fünf Jahren über das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (Zawiw) der Uni Ulm Projekte mit Partnerorganisationen im Donauraum mitbetreut, hat sich die Länge von 2758 Kilometern zum Ziel gesetzt. Wobei die tatsächliche Längenzahl des Flusses laut Internet schwankt wie eine Ulmer Schachtel auf der Donau: Mal ist von 2840, mal von 2850 oder von 2860 Kilometern die Rede.

Fest steht nur, es wird noch viel Wasser die Donau hinunterfließen, bis die Luftmaschenbänder etwa in Bulgarien, Rumänien und Österreich gehäkelt sind. Die Bänder wiederum werden mit dicken Nadeln zu 50 mal 50 Zentimeter großen Quadraten verstrickt. Transportunternehmen sollen die Handarbeiten kostenlos nach Ulm bringen.

Die Quadrate - sie schlucken bis zu 200 Meter Luftmaschenband - sollen schließlich während des Donaufestes 2014 bei einer Großveranstaltung am 13. Juli zu einem "Flussteppich" lose aneinandergelegt werden. Und zwar auf dem Münsterplatz in Form des wahren Flussverlaufs. Später könnten die einzelnen "Teppiche" zum Andenken unter Glas gerahmt oder zu Grobstrick-Kissen vernäht und zu einem guten Zweck versteigert werden, sagte Carmen Stadelhofer bei der Häkelpremiere im Donaubüro.

28 Frauen und Pfarrer Dr. Michael Hauser häkelten und strickten dort, während Carmen Stadelhofer Fotos von einer Serbienreise zeigte. Blind zu häkeln will Pfarrer Hauser noch eifrig üben. Denn er freut sich bereits auf die kommenden gemeinsamen Abende mit Spinnstubenatmosphäre, die demnächst an mehreren Orten in der Stadt angeboten werden. Die Termine sowie die Sammelorte für Wolle-Spenden und die Häkelbänder stehen auf der neuen Homepage www.diegewolltedonau.de