Straßenbahn Die ersten Straßenbahngleise sind verlegt

Am Kuhberg liegen die ersten Gleise für die Linie 2, fachmännisch begutachtet von SWU-Verkehr-Chef André Dillmann (v.l.), Projektleiter Ralf Gummersbach und Oberbauleiter Andreas Vogt.
Am Kuhberg liegen die ersten Gleise für die Linie 2, fachmännisch begutachtet von SWU-Verkehr-Chef André Dillmann (v.l.), Projektleiter Ralf Gummersbach und Oberbauleiter Andreas Vogt. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / Chirin Kolb 27.04.2017

Es ist ein weiterer Meilenstein des Projekts.“ André Dillmann, der neue Geschäftsführer der SWU Verkehr, freut sich über die Gleise, die am Egginger Weg Höhe Königstraße verlegt sind. Sie sind die ersten entlang der künftigen Linie 2, die eingebaut sind und nicht nur gelagert werden wie beispielsweise an der Beyerstraße. Für Dillmann sind diese Schienen ein gutes Zeichen: „Es geht voran.“

Die Anwohner entlang der Strecke haben einiges zu ertragen, sagt Dillmann. Wenn die Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Kanäle und Leitungen aber erst einmal beendet sind, geht es schneller vorwärts. Bis September soll das Stück zwischen der Endschleife am Schulzentrum Kuhberg und Rewe Höhe Grimmelfinger Weg fertig sein, sagt Andreas Vogt, der Oberbauleiter für den Straßenbahnast auf den Kuhberg. Die Baustelle wird dann kleiner in diesem Abschnitt. Bis Jahresende soll sie komplett geräumt sein. Vogt findet: „Das geht jetzt ruckzuck.“

40 Kilometer Schienen

Die Schienen werden in Teilen bis zu 15 Meter Länge geliefert und in ihrer endgültigen Lage miteinander verschweißt, erklärt Ralf Gummersbach, Projektleiter der Linie 2. Jede Schiene hat von vornherein ihren festgelegten Platz und ist nummeriert, damit nichts durcheinander kommt. Schienen für eine Kurve zum Beispiel werden schon gebogen geliefert. Für die neun Kilometer lange Straßenbahnlinie sind insgesamt rund 40 Kilometer Schiene nötig: Zwei Schienen bilden ein Gleis, und Gleise gibt es in zwei Richtungen.

Das Gleisbett wird, wo es geht, geschottert und begrünt. Es geht nicht an den Stellen, die der Autoverkehr ebenfalls nutzt. Wie an der Kreuzung Egginger Weg/Königstraße: Auf die Betonplatte, auf der die Gleise liegen, kommt noch eine Asphaltdecke.

In den Ferien wird es ernst

Die nächsten Gleise werden im Mai in der Beyerstraße in der Weststadt und im Mähringerweg am Eselsberg verlegt. Der nächste große Meilenstein beim Straßenbahnbau steht unmittelbar bevor: Der so genannte letzte Verschub, mit dem die Brücke über die Bahngleise die Kienlesbergstraße erreichen wird, soll spätestens am Freitag abgeschlossen sein (siehe Info-Kasten).

Bauarbeiten mit größeren Verkehrsbeeinträchtigungen sind für die Pfingst- und Sommerferien geplant. An den Kreuzungspunkten Wagnerstraße/Beyerstraße und Olgastraße/Neutorstraße, wo die Linie  2 von der Linie 1 abzweigt, sind zuerst Kanal- und Leitungsarbeiten dran. In den Sommerferien werden dann die Gleisdreiecke verlegt. Nur sechs Wochen stehen dafür zur Verfügung. „Ein sehr enger Zeitplan“, sagt Projektleiter Gummersbach. Da wird dann auch in Nachtschichten gearbeitet. Wenn im Dezember 2018 der neue Fahrplan in Kraft tritt, soll das auch der Startschuss für die Straßenbahnlinie 2 sein.

Brücke erreicht ihr Ziel

Kienlesberg Die Straßenbahnbrücke wird voraussichtlich morgen ihr Ziel, das Widerlager in der Kienlesbergstraße erreichen. Die Brücke wird Zentimeter um Zentimeter geschoben. Noch liegt sie 3,25 Meter höher als in ihrem Endzustand. Abgesenkt wird sie voraussichtlich im Juni.

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