Neu-Ulm Deutscher Bauherrenpreis: Besondere Anerkennung für Nuwog-Gebäude

Der Gebäudekomplex „Jules et Jim“ hat schon einige Preise einheimsen können, jetzt eine Anerkennung des Bauherrenpreises.
Der Gebäudekomplex „Jules et Jim“ hat schon einige Preise einheimsen können, jetzt eine Anerkennung des Bauherrenpreises. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / SWP 24.02.2016
Das Gebäude „Jules et Jim“ im Künetteweg in Neu-Ulm, gebaut von der Neu-Ulmer Baugesellschaft (Nuwog) ist im Rahmen des Deutschen Bauherrenpreises als besonderes Bauwerk gewürdigt worden.
Es trägt nicht nur einen ungewöhnlichen Namen nach einem ungewöhnlichen Film, sondern ist auch mehrfach ausgezeichnet worden. Vergangene Woche hat sich die Gesellschaft in Berlin die besondere Anerkennung beim Wettbewerb um den Deutschen Bauherrenpreis abholen können.

Die Jury würdigte die „architektonisch höchst überzeugende“ und „unkonventionelle Lösung“ der Kombination von geförderten familiengerechten Wohnungen und integrierter Kindertagesstätte. Der Gebäudewinkel sei städtebaulich das Scharnier zwischen der heterogenen Bebauung nach dem Krieg und den neuen Wohngebieten am Glacis Park. Das Leitbild des renommierten Preises lautet „Hohe Qualität – tragbare Kosten“.

In der Sparte Neubau waren 141 Projekte aus dem Bundesgebiet eingereicht worden. Vergeben wurden zehn Preise und zehn besondere Anerkennungen. Eine dieser Anerkennungen ging an die Nuwog. Deren Geschäftsführer Andreas Heipp, der seit Juli 2015 im Amt ist, dankte seinen Vorgängern Jasmin Kemmler und Helmut Mildner sowie den Mitarbeitern, die das Projekt umgesetzt haben. Es spiegle die hohe soziale Verantwortung sowie den gestalterischen und städtebaulichen Anspruch der Wohnungsgesellschaft wider, die mit „Jules et Jim“ einmal mehr ihren Mut zur Innovation unter Beweis gestellt habe. Heipp wertet das Projekt auch als beispielhaftes Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Nuwog und Stadt.

Das Modellvorhaben der Obersten Baubehörde zum familienfreundlichen Wohnen in der Stadt wurde 2014 fertiggestellt. Die Besonderheit des vom Berliner Architekturbüro Kleine Metz geplanten Projektes ist nicht zuletzt die innere Aufteilung des markanten Gebäudewinkels mit 31 Wohnungen für Familien. Da die Freifläche für die Kindertagesstätte reserviert ist, sind im Innern und auf dem Dach Gärten und Plätze angelegt.

Die Aufgabe sei nicht nur architektonisch höchst überzeugend und diszipliniert, sondern auch zu vertretbaren Kosten umgesetzt worden, heißt es in der Begründung für die Anerkennung im Wettbewerb. Bereits 2015 hatte „Jules et Jim“ eine Anerkennung beim bundesweiten Deutschen Ziegelpreis erhalten. Darüber hinaus wurde das Projekt mit dem Thomas-Wechs-Preis des BDA Bayern ausgezeichnet.
 

Der Deutsche Bauherrenpreis

Ausschreibung
Der Deutsche Bauherrenpreis mit dem Untertitel „Hohe Qualität – Tragbare Kosten“ gilt in der Fachwelt als wichtigster Preis im Bereich des Wohnungsbaus. Ausgelobt wird er vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem Bund Deutscher Architekten und dem Deutschen Städtetag. Zur Zielsetzung heißt es in der Ausschreibung des Bauherrenpreises: „Gesellschaftliche Verantwortung und Bewusstsein für die Qualität von Lebensräumen müssen im Wohnungsbau neben den Parametern der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit das Ziel aller Beteiligten bleiben. Ausschlaggebend dafür sind die Entscheidungen der Bauherren, die nicht nur auf tragbare Kosten beim Bauen, sondern auf die langfristige Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen achten müssen. Das setzt Qualitätsbewusstsein bei Grundrissgestaltung, Materialwahl und Erscheinungsbild voraus, denn nur bedürfnisgerechte, an veränderte Ansprüche anpassbare Wohnhäuser mit guten Standortqualitäten werden auf Dauer nachgefragt.“

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