Kommentar Chirin Kolb über die Pläne für den Zentralen Busbahnhof Der ZOB muss funktionieren

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Ulm / Chirin Kolb 30.08.2018

Ob der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) künftig kleiner oder größer ausfallen wird, dürfte den Fahrgästen zunächst mal egal sein. Für sie und auch für die Busunternehmen, die den ZOB anfahren, ist nur ein Kriterium wichtig: Der Betrieb muss funktionieren. Für Fahrgäste ist es zum Beispiel wichtig, dass ihr Bus immer am selben Steig abfährt und sie nicht suchend herumirren müssen. Fußgänger- und Busverkehr dürfen sich möglichst wenig in die Quere kommen – nicht nur, weil der Betrieb dann reibungsloser läuft, sondern weil es einfach sicherer ist.

Der ZOB muss natürlich auch den Anforderungen einer regionalen Verkehrsdrehscheibe genügen. Was dazu nötig ist, daran scheiden sich die Geister. Die Stadtverwaltung hat aus städtebaulichen Gründen ein Interesse an einem kleineren ZOB. Nun muss sie die Stadträte davon überzeugen, dass dieses Konzept auch funktionieren wird. Dass die Umsetzung Einschnitte für die Busunternehmer bringen würde, steht außer Frage. Auch da gilt es abzuwägen, was den Fahrern zumutbar ist. Nach dem Willen der städtischen Verkehrsplaner sollen sie zum Beispiel längere Pausen woanders verbringen. Das ist verständlich. Schließlich ist der ZOB kein Parkplatz, dafür ist die Fläche am Bahnhof zu wertvoll. Nicht beantwortet ist bisher die Frage, wo die Busfahrer hin sollen.

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