Chirin Kolb  Uhr

Als Laie kann man manchmal kaum fassen, welche verschlungenen Wege Umleitungen entlang der Linie 2-Baustelle gehen. Doch was heißt schon Laie! Ob Autofahrer, Radler oder Fußgänger – wenn es um Verkehr geht, hält sich eigentlich jeder für einen Fachmann. Der eine oder andere sogar noch mehr als die Verkehrsplaner, Ingenieure und Baustellenbeauftragte der Stadt.

Ja, von außen betrachtet sieht manches einfach aus. Ist es aber nicht. Wer sich einmal mit der Planung der Bauphasen, Abläufe und Umleitungen befasst, stellt schnell fest, dass unübersichtlich viele Belange und Interessen berücksichtigt werden müssen und der Teufel oft im Detail steckt. Die Verantwortlichen machen es sich nicht leicht. Sie müssen häufig abwägen, welches Interesse im Einzelfall wichtiger ist. Die Verkehrsführung, die dann am Ende herauskommt, ist oft ein Kompromiss. Da kann es zum Beispiel vorkommen, dass Fußgänger weitere Wege gehen müssen, damit der Verkehr besser fließt.

Dabei läuft nicht immer alles rund. Die Großbaustellen verlangen allen viel ab. Es zeichnet die Verantwortlichen bei der Stadt aber aus, dass sie sich akribisch bemühen, die ohnehin großen Belastungen möglichst gering zu halten: durch gute Planung im Vorfeld mit allen Beteiligten, aber auch durch Korrekturen, wenn welche nötig und möglich sind.