Ulm / Uwe Keuerleber Herbst und Winter bringen frostige Temperaturen mit sich. Tipps, was gegen die Kälte hilft.

In den kommenden Wochen soll es richtig kalt werden: der Deutsche Wetterdienst rechnet teilweise mit Minus-Temperaturen im zweistelligen Bereich.

Anders als bei Hitze, an die sich unser Körper gewöhnen kann, klappt das bei Kälte nicht unbedingt. Wir brauchen Kleidung die uns davor schützt. Doch mit ein paar wärmenden Tipps lässt sich das Frieren möglichst niedrig halten.

Bewegung

Bei Kälte ist es ratsam in Bewegung zu bleiben. Wer an der Straßenbahnhaltestelle auf die Bahn wartet, sollte nicht regungslos da stehen. Einfach ein paar Schritte auf und ab gehen, oder mit den Füßen wippen. Sollten die Hände zu kalt werden, kurz mal unter die Achseln klemmen oder aneinander reiben, denn wenn wir in der Schule aufgepasst haben wissen wir ja, Reibung erzeugt Wärme. Was auch hilft, sind diese kleinen Hand- und Taschenwärmer, (siehe Infokasten) die es im Drogeriemarkt und in Apotheken gibt.

Warme Getränke

Völlig ungeeignet sind alkoholische Getränke. Auch wenn sie im ersten Moment ein Gefühl von Wärme vermitteln, Alkohol erweitert die Blutgefäße und entzieht dadurch dem Körper die Wärme. Ein heißer Tee mit Ingwerstückchen oder anderen Gewürzen heizt dagegen ganz schön ein.

Zwiebelschalen-Prinzip

Mehrere dünne Schichten übereinander isolieren oft besser als nur ein paar wenige dicke Schichten. Dabei darf die Kleidung nicht zu eng anliegen, damit sich zwischen den einzelnen Lagen kleine Luftpolster bilden können. Diese Polster können gut die Wärme speichern. Nie verkehrt bei Kälte sind lange Unterhose und eine Mütze, denn bekanntermaßen geht die meiste Wärme über den Kopf verloren. Bei den Handschuhen eignen sich am besten Fäustlinge, die halten die Hände besser warm, als Fingerhandschuhe. Bei den Schuhen sollte man darauf achten, dass sie nicht zu eng sind. Außerdem isolieren Lammfelleinlagen und warme Wollsocken zusätzlich.

Das Ganzen hat aber noch einen positiven Nebeneffekt: Dadurch, das der Körper ständig dabei ist seine „Betriebstemperatur“ zu halten, verbraucht er mehr Kalorien, weil viel mehr Energie dazu benötigt wird.

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Taschen- und Handwärmer

Die kleine Plastikbeutel enthalten Wasser und ein wasserhaltiges Salz, dem sogenannten Natriumacetat-Trihydrat. Diese Verbindung bleibt in einem festen Zustand, der sich erst durch erwärmen verflüssigt. Die Wärme wird dann abgegeben, wenn man das in der Flüssigkeit mit eingeschweißte Stahlplättchen durchbiegt. Innerhalb weniger Sekunden verfestigt sich die Flüssigkeit, die Temperatur im Beutel steigt auf etwa 35 Grad Celsius und hält relativ lange an. Für Spaziergänge genau das Richtige.