DFB Pokal gegen Frankfurt Diese Ulmer jubeln für Eintracht Frankfurt

Bekennender Frankfurt-Fan und bekannter Langenauer Handballtorwart: Markus Hinkelmann.
Bekennender Frankfurt-Fan und bekannter Langenauer Handballtorwart: Markus Hinkelmann. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Henri Gallbronner 17.08.2018
Von Erfolgsfans und gebürtigen Hessen: Frankfurt-Anhänger gehen von einem glanzlosen Sieg gegen die Ulmer Kicker aus.

Es gibt sie: Auch bei uns in der Region werden einige am Samstag nicht dem SSV Ulm 1846 Fußball die Daumen halten, sondern seinem Gegner Eintracht Frankfurt. Unser Redakteur Carsten Muth ist waschechter Hesse und wurde von seinem Vater schon als Kind mit ins Wald­stadion genommen. Damals, so erinnert er sich, standen noch „illustre Namen“ in der Mannschaftsaufstellung der Eintracht, zum Beispiel Weltmeister von 1974 wie Jürgen Grabowski.

Auch wenn Muth schon viele Jahre nicht mehr in seiner Heimat Marburg lebt, ist er seiner Eintracht treu geblieben: „Das kann man nicht mehr ablegen“, meint er. Und fährt, wenn möglich, zu den Auswärtsspielen – nach Augsburg, Stuttgart oder München. „Hin und wieder auch mal nach Frankfurt.“

Noch in der Saisonvorbereitung

Das Pokalspiel am Samstag ist für ihn ein echtes Highlight: Gleich fünf Tickets hat Muth für sich und ein paar Freunde aus der alten Heimat ergattert. „Die haben mich sofort kontaktiert, als sie von der Auslosung erfuhren“, sagt er. Sein Tipp für den Erstrunden-Kracher: 2:0 für die Eintracht. Trotzdem macht Muth sich auch Sorgen, da die Frankfurter sich im Gegensatz zum SSV 1846 Fußball noch in der Saisonvorbereitung befinden: „Ich würde tatsächlich erstmal nichts ausschließen“, sagt er. „Aber wenn schon ausscheiden, dann gerne hier.“ Schließlich hege er auch für die Ulmer große Sympathie.

Ein Schwabe jubelt für Eintracht

Markus Hinkelmann ist im Gegensatz zu Muth zwar Schwabe mit Stammbaum, hat aber dennoch bereits in frühen Jahren seine Liebe zu Eintracht Frankfurt entdeckt. „Ich habe so mit sieben Jahren realisiert, was Fußball ist“, sagt der Handball-Torwart der HSG Langenau-Elchingen. Anfang der 1990er Jahre war das. Alles was dann noch fehlte, war ein Verein, mit dem er mitfiebern konnte: „Weil die meiner Ansicht nach damals den besten Fußball gespielt haben, habe ich mich dann für Eintracht Frankfurt entschieden“, erzählt Hinkelmann: „Ich war damals eigentlich ein Erfolgsfan.“

Auch er versucht, bei den Auswärtsspielen in den nähergelegenen Stadien dabei zu sein – „wenn’s vom Handball her halt möglich ist“. Zuhause hat Hinkelmann natürlich alles, was einen richtigen Fan ausmacht: „Aufkleber am Auto, Trikots – alles vorhanden“, erzählt er. Auch er glaubt nicht, dass sein Torhüter-Kollege Christian Ortag von den Spatzen allzu oft hinter sich greifen muss: Ein „glanzloses 2:0“ ist Hinkelmanns Tipp für das Spiel am Samstag.

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