Die "5. Ulmer Denkanstöße" widmen sich dieses Jahr dem Thema "Leben um zu arbeiten - arbeiten um zu leben?". Das tun sie nicht nur mit Vorträgen und Foren, begleitend dazu gibt es auch ein Kulturprogramm.

Heute, Donnerstag, 18 Uhr, läuft im Xinedome der Film "Résiste! - Aufstand der Praktikanten". 60 Stunden pro Woche schuften - umsonst? Ein "berufsqualifizierendes" Praktikum, dessen einziger Inhalt darin besteht, Kaffee zu kochen? Die linksaktivistische Halbfranzösin Sydelia ist entsetzt - und wild entschlossen, einen großangelegten Aufstand der Praktikanten anzuzetteln . . .

Zwei gigantische Roboter, moderne Helden der Arbeit, bewegen sich im urbanen Raum zielstrebig und statisch aufeinander zu. Sie treffen aufeinander. Ein Kurzschluss. Die riesigen Maschinen treten in Interaktion miteinander. Die Giganten werden menschlich. Die Performance "Roboter in Freiheit" von Mark Klawikowski und Ritti Soncco gibt es morgen, Freitag, 13.45 Uhr, auf dem Münsterplatz, danach beginnt das Symposium "Geschichte und Wandel des Arbeitsbegriffes" im Stadthaus. Und um 20 Uhr, gastiert dort das Musikkabarett "Pecunia non olet. Geld stinkt nicht" mit Veit Hübner, Karl Albrecht Fischer und Michael Speer im Stadthaus. Es geht um Pleitegeier, die den Umgang mit Geld niemals lernen werden, um Raddadistenmaschinen, die einen vom Geld endgültig befreien, um Jedermann, der den Mammon zur letzten Reise mitzerren will. Ob ABBA oder Goethe, die Prinzen oder Tucholsky, Mozart und viele andere: Alle haben sie zum Geld etwas zu sagen. Und sie tun es in diesem Programm ausgiebig, frech, gierig, weise, grotesk und verspielt in Szenen, Monologen, Liedern und Puppenspiel.

Info Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse. Die Einnahmen kommen der Einrichtung "Der Grüne Zweig - gute Arbeit für Ulm" zugute. Weitere Informationen unter Telefon 0731/161-4701.