Wegen Heroinhandels muss sich seit gestern ein 24-Jähriger vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Memmingen verantworten. Die dortige Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten, der ungarischer Staatsbürger ist, vor, den Handel seit August 2017 organisiert und auch einen weiteren Mann damit beauftragt zu haben, das Heroin an Abnehmer in Neu-Ulm zu übergeben. Der 24-Jährige war Ende vergangenen Jahres von der Polizei gefasst worden, seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Laut Anklageschrift sollen die beiden in der Neu-Ulmer Turmstraße sowie in der Gartenstraße zwei Erdbunker angelegt haben – quasi als Depots für den weiteren Verkauf. Ermittler der Polizei stellten dort zwei Päckchen mit insgesamt rund 550 Gramm Heroin sicher, nachdem zwei Abnehmer in Augsburg aufgeflogen waren. Der 24-Jährige soll den Verkauf in die Wege geleitet haben, der zweite Mann soll die Ware dann übergeben haben. So in einem Fall Anfang März 2018, als die beiden Junkies aus Augsburg nach Neu-Ulm gefahren waren, um 50 Gramm Heroin abzuholen. Und in einem zweiten Fall Mitte März, als zwei weitere Augsburger 43 Gramm Heroin abholten – und nach ihrer Rückkehr nach Augsburg ebenfalls festgenommen wurden.

Insgesamt hat die Kammer sieben Verhandlungstage angesetzt. Der nächste ist am Freitag, 18. Januar.