Meinung Kommentar zu Hakenkreuzen im Münster: Das wirklich Allerletzte

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Ulm / Beate Rose 02.09.2018
Jemandem passt etwas nicht, zack, Gotteshäuser beschädigen, wie im Münster geschehen mit Nazi-Schmierereien? Die Tat von Feiglingen. Ein Kommentar von Beate Rose.

Die Tat eines verblendeten Nazis oder eines einfältigen Deppen? So rätseln die Leute, wenn sie davon hören, dass jemand auf Bänke und Türen im Münster Hakenkreuze und AfD-Parolen geschmiert hat. Und wenn die Leute die erste Fassungslosigkeit über diese Tat überwunden haben.

Nazi-Geschmiere im Münster – das ist wirklich das Allerletzte. Wo ist der Anstand geblieben, fremdes Eigentum nicht zu beschädigen, zumal es sich dabei um Räume handelt, die vielen Ulmern heilig sind? Warum sucht jemand, dem ja offenbar so vieles stinkt, wie die hingeschmierten Parolen belegen, nicht andere Wege der Meinungsäußerung? Die Antwort liegt auf der Hand: Weil es die Tat von Feiglingen ist, die sich zwar ständig und gerne zum Opfer stilisieren, aber gerade mit solchen Taten zeigen, dass sie die Täter sind.

Jemandem passt etwas nicht, zack, Gotteshäuser beschädigen. Nein, so lebt man nicht in einer Demokratie zusammen. Wir leben in einem Rechtsstaat und in einem Land, in dem die – meist schweigende – Mehrheit von demokratischen Werten überzeugt ist. Das ist in Chemnitz wie in Ulm so. Gerade deswegen ist es an der Zeit, den Hipster-Kaffeebecher wegzustellen, sich aufzuraffen und zu einem politischen Forum zu gehen. Es ist sogar höchste Zeit, sich zu empören und Kante gegen Rechts zu zeigen.

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