Ulm Neuer Name, neues Logo: „Museum Brot und Kunst“

Museumsdirektorin Isabel Greschat mit dem neuen Logo auf blauem Grund.
Museumsdirektorin Isabel Greschat mit dem neuen Logo auf blauem Grund. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Lena Grundhuber 06.12.2018
Das Museum der Brotkultur hat einen neuen Namen und ein neues Corporate Design.

„So etwas ist zwar schmerzhaft, aber auch ein Signal für Veränderung“, sagt Isabel Greschat. Eine schwere Geburt war es wohl schon, aber jetzt ist er geboren – der neue Name für das alte Museum der Brotkultur. Ab jetzt heißt es „Museum Brot und Kunst. Forum Welternährung“.

„Schon als klar war, dass wir das Museum neu gestalten, habe ich gesagt, dass wir einen neuen Namen brauchen“, sagt Museumsdirektorin Greschat. Der alte, der seit 2001 in Gebrauch war, sei vielen unklar gewesen und habe nicht die nötige Strahlkraft entwickelt.

Zugegeben, so einfach ist es auch nicht, eine Institution mit dieser thematischen Spannweite auf einen Nenner zu bringen. Im neuen Titel aber sei nun alles drin, findet Greschat: Das Brot, die Kunst – das Haus ist ja stark durch die Kunstsammlung geprägt – und die globale Perspektive. Schließlich sei das Museum auch eine Plattform für Diskussion: „Wir hoffen, dass dieser Name länger Bestand hat.“

Kein elitäres Museum

Zusammen mit dem Namen gibt es natürlich ein neues Corporate Design, das ein Kollektiv aus Lausanne ausgeheckt hat. Das Logo bildet der Name auf einer blauen Form, die den Schriftzug umspielt. Es wird also nicht mit einer Abkürzung für das Museum gearbeitet, nur den Untertitel kann man bei Bedarf weglassen. Wichtig seien Wiedererkennbarkeit, Plakativität und Niederschwelligkeit gewesen, sagt Greschat: „Wir wollen nicht signalisieren, dass wir ein elitäres Museum sind.“ Auch die neu entwickelte Schrift ist entsprechend einfach und unprätentiös gehalten.

Denn wenn das Museum Ende Mai nach dem Umbau mit der neuen Dauerausstellung (und einer neuen Website) eröffnet, hoffe man schon auf ein paar mehr Besucher als die bisher durchschnittlich 27.000 Menschen pro Jahr. Etwa ein bis maximal zwei Jahre werde es dauern, schätzt Greschat, bis sich der neue Name in jedem Reiseführer durchgesetzt hat.

Eröffnung ist Ende Mai

Im Haus laufen einstweilen die Bauarbeiten, bei denen man voraussichtlich im Budget von 1,3 Millionen Euro bleiben könne, wie die Direktorin sagt.

Überraschungen gebe es halt immer, meint sie, zumal bei einem Gebäude, das im 16. Jahrhundert errichtet wurde, als noch niemand etwa an den Einbau eines Aufzugs dachte: „Das Haus hat die Spezialität, dass alles schief ist“, meint Isabel Greschat und lacht. Wie gut, dass der Name schon mal steht.

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