Ulm Das langsamste Nabada aller Zeiten

Ulm / NICOLE REUSS 24.07.2012
Seit einem Vierteljahrhundert ist Werner Haug (49) im Technik-Team des Nabada. Seit drei Jahren leitet er es. Über 2012 sagt er: Das gab’s noch nie.

Herr Haug, war das langsamste Nabada aller Zeiten?
WERNER HAUG: Mit Sicherheit.

Wann hat das letzte Themenschiff das Kraftwerk erreicht?
HAUG: Das war gegen 20 Uhr, gut zwei Stunden später als üblich...

Woran lag’s?
HAUG: Das lag an zwei Faktoren. Zum einen hat die Donau aufgrund der Stauung der Kraftwerke so gut wie keine Strömung mehr. Zum anderen hatten wir einen wirklich extrem starken Ostwind.

Und der hat besonders den Themenschiffen zugesetzt?
HAUG: Ja, ihre hohen Aufbauten wirken wie Segel. Der Wind hat sie immer wieder zurückgedrückt. Hinzu kommt noch, dass sich die Donau am Schwal verjüngt. Das wirkt auf die Schiffe wie eine Düse, sie werden hin und her getrieben.

Da hat die reine Muskelkraft der Zillenfahrer nicht mehr ausgereicht...
HAUG: Ja, wir mussten gegen 17 Uhr damit beginnen, mit Hilfe des DLRG und THW alle Themenschiffe auf Höhe der Herdbrücke einzufangen und haben sie mit Motorkraft abgeschleppt. Das gab es noch nie.

Was bedeutet das fürs Nabada 2013?
HAUG: Wir werden uns beraten müssen. Aber trotz dümpelnder Donau, ohne den extremen Ostwind wäre auch dieses Jahr alles glatt gegangen. Und es war ja trotzdem ein schönes Nabada.