Drei Dinge Das Kostüm schreckt Männer ab

Nadine Schunk trainiert die große Garde der Goldenen 11.
Nadine Schunk trainiert die große Garde der Goldenen 11. © Foto: Privat
Ulm / Verena Schühly 09.11.2018

Am 11. 11. beginnt wieder der Karneval, die närrische fünfte Jahreszeit. Für manche Leute geht es dabei nicht um Spaß und Ausgelassenheit, sondern um harte Arbeit. Beispielsweise für die Tanzgarden: Die Kinder, Jugendlichen, Frauen und wenigen Männer trainieren dafür das ganze Jahr. Dazu Fragen an Nathalie Schunk (33), die die große Garde der Ulmer Karnevalsgesellschaft Goldene Elf leitet und selbst 23-jährige Tanzerfahrung auf der närrischen Bühne hat.

Drei Voraussetzungen, um in einer Tanzgarde mitzumachen.

Teamgeist, Spaß am Tanzen sowie die Fähigkeit zu Koordination und Beweglichkeit.

Die drei wichtigsten Dinge fürs Training.

Konzentration, Spaß, Ehrgeiz.

Drei Tipps, um eine Karnevalssaison unbeschadet zu überstehen.

Auf den Trainer hören, sich warm anziehen und sich möglichst nicht erkälten, denn wenn man angeschlagen ist, hält man nicht lange durch.

Drei Dinge, die bei Auftritten unverzichtbar sind.

Kostüm, Musik – und natürlich das Publikum.

Drei Dinge, die man nach der Saison gerne wieder tut.

Nach der Saison ist vor der Saison: Für uns ist das ganze Jahr über Karneval, für den wir trainieren. Im Sommer ist aber eher mal Zeit, um miteinander essen zu gehen und so den Teamgeist zu fördern.

Die drei schönsten Erfahrungen, die Sie als Gardetänzerin gemacht haben.

Als Aktive bin ich mal bayerisch-schwäbischer Meister geworden. Dann das Zusammenwachsen der Mädels, die im April zusammengewürfelt werden und nach wenigen Monaten eine eingeschworene Gemeinschaft werden. Und drittens dass es jedes Mal klappt, auch wenn die Vorbereitung stressig und chaotisch ist, zum 11.11. eine gute Show präsentieren zu können.

Drei Orte, an denen Sie gerne mal tanzen würden.

In einer vom Fernsehen übertragenen Prunksitzung und auf einer internationalen Meisterschaft. Ansonsten kommen wir schon ziemlich weit rum.

Drei Gründe, weshalb so wenige Männer in den Garden mittanzen.

Weil es generell für viele Männer schwierig ist zu sagen: Ich möchte tanzen. Zweitens gibt es das Vorurteil, dass Gardetanz als Frauensport gilt. Und andere schreckt möglicherweise das Kostüm ab.

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