Das ist der Lauf der Blau: Die Wiederentdeckung eines Flusses

SWP 06.05.2013

Es hat sich mächtig viel getan mit und an der Blau in Ulm, und das vor allem im Westen der Stadt, wo damit zunächst auf weiter Strecke allerdings der Blaukanal gemeint ist.

Vor Söflingen: Am Fuße des Roten Bergs in Söflingen ist das Flussbett an der Kellerhalde ökologisch stark aufgeweitet worden, es folgt der mit Inseln neu gestaltete idyllische Streifen am Wilhelm-Luib-Weg.

In Söflingen: Am Klosterhof dreht sich das alte Wasserrad wieder und erzeugt Strom, an der alten Kunstmühle mit neuen Wohnungen und am KCC tritt der Blaukanal heute bewusst offen zutage.

In der Weststadt: Am Sportgelände des ESC kommt der Blaukanal wieder in die Blau hinein. Sie ist dort kurz vor der Mündung mit dem Bau des Blautalcenters wieder geöffnet worden, mit neuem Geh- und Radweg. Kontrastprogramm: Am anderen Ufer liegen mittlerweile die großzügigen Blauterrassen vor dem Stadtregal. Es folgt die Blauinsel, von Kleiner und Großer Blau umflossen, mit neuen flachen Uferzugängen und Flutungsbuchten.

Im Dichterviertel: Dort soll der Fluss mit der Sanierung des Gebietes erst noch zur Geltung kommen, insbesondere mit der Freilegung der Kleinen Blau in einem Park parallel zu Schillerstraße und Hauptbahnhof.

In der Innenstadt: Mit ihrer Umleitung für den City-Bahnhof wird die Kleine Blau an der Bahnhofstraße verschwinden, wo sie vor der Planung zu den Sedelhöfen eigentlich mal groß rauskommen sollte. Dafür sind für die Große Blau am Lederhof Terrassen vor dem Parkhaus Deutschhaus angelegt worden.

Im Fischerviertel: Auf der Blauinsel am Lautenberg lädt heute eine Anlage zum Kneippen ein, an der "Zill" sitzt man auf Natursteinen am Ufer. Ein alter Plan ist, die Metzgerblau wieder aufzumachen, so dass sie einmal am Metzgerturm hinter der Stadtmauer und unter ihr hindurch in die Donau fließt.

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