JAKOB RESCH  Uhr

Es soll ja Leute geben, die noch keine Donaufestfahne im Garten oder Haus haben. Kein Problem! Morgen kommt es zum dritten Donaufestfahnenverkaufstermin nach Abschluss des 10. Internationalen Donaufestes vor wenigen Tagen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, und noch haben die Leute vom Donaubüro was anzubieten.

Allerdings sind es keine Fahnen des serbischen Künstlers Dragan Matic aus diesem Jahr, denn die sind weg. Alle 600. Dafür werden Fahnen des kroatischen Künstlers Vladimir Frelih von 2014 nachgelegt, ebenfalls handgenäht und handbemalt. „Die standen in der Scheune in Pfaffenhofen“, sagt Frauke Kazda, die Marktleiterin vom Donaufest. „Da lagern auch unsere Gastro-Stände.“ Außerdem hingen noch ein paar in der Empore im Haus der Donau.

Seit Beginn 1998 gibt es Fahnen zum Donaufest, Martha Bilger hat sie mit ihren farbigen Donauwellen bis 2012 zum Markenzeichen gemacht. Die Bestände von 2014 hatte Donaubürodirektor Sebastian Rihm jetzt durchaus auf dem Schirm gehabt, er wollte sie zur Donaufestpause 2017 unters Volk bringen. Doch der Erfolg der beiden Verkaufsrunden in der vergangenen Woche ließ ihn umdisponieren. „Es gab ein paar Leute, die wir vertrösten mussten.“ So gibt es jetzt 175 Stück zusätzlich.

Nun drängt sich natürlich die Frage auf, ob diese Fahnen mit streng geometrischem Muster vor zwei Jahren womöglich Ladenhüter waren. Das sieht Frauke Kazda nicht so: „Die waren wegen des hochwertigeren Materials ein bisschen teurer“, nämlich 65 Euro das Stück (statt 45 für die Edition 2016). Dafür gibt es sie jetzt für 30. Wobei das Donaubüro damit auch eine ideelle Absicht verbindet.

Die Fahnen sind nämlich „jenseits der Ästhetik“ ein Bekenntnis der Ulmer zum alle zwei Jahre stattfindenden Donaufest, findet Frauke Kazda. Überall stehen sie rum, in der Stadtmitte wie in den Ortsteilen. „Ich wohne am Eselsberg. Da hängt jetzt schon eine neue.“ Ein Nachbar habe just zum Donaufest beflaggt und extra eine Fahne von 2012 aufgehängt.

Aus dieser Serie gibt es dann aber nicht noch mal einen Nachschlag. Zwei Exemplare bleiben zur Dokumentation im Donaubüro hängen, das selbst nicht aus allen Jahren Beispiele hat. „Aber von 2016 behalten wir wieder ein paar.“ Der Donaufestfahnenkünstler von 2018 steht übrigens noch nicht fest. „Es wird aber wieder jemand aus dem Donauraum sein“, sagt Rihm.

Info Fahnenverkauf ist morgen, Freitag, 16 Uhr, in der Keplerhalle am Keplergymnasium. 30 Euro.