Ulm Das digitale Ulm

Ulm / HANS-ULI THIERER 16.06.2016
Zukunftsstadt 2030 heißt ein bundesweiter Wettbewerb. Ulm geht jetzt in die nächste Runde.  So wollen es alle Fraktionen im Gemeinderat.

Das war gestern im Gemeinderat keine Frage: Ulm macht weiter. Ulm geht mit dem Thema digitale Stadt in die zweite von drei Phasen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“ (siehe Info-Kasten).  Bei Kritik an Details ermunterten Sprecher aller   Fraktionen Christian Geiger, den IT- und Digitalexperten, mit Verve diese zweite Runde anzustreben.

Es geht darum, ob Ulm mit dem Thema, wie das digitale Zeitalter das Stadtleben bestimmt, in die Runde der letzten 20 deutschen Städte kommt, also sozusagen ins Halbfinale. 51 gehen dabei nach Runde eins ins Rennen. Acht kommen in die dritte Phase, das Finale.

Wie Geiger am Rande sagte, steigert sich der Zuschuss des Ministeriums für die Teilnahme. In Runde eins erhielt  die Stadt 35 000 Euro. In der nächsten – die wiederum laufen wird als für Bürger offener, durch Experten unterstützter Plattform-Prozess –  gäbe es 200 000 Euro für die Entwicklung eines Konzepts samt realisierbarer Schritte, die das Ministerium  abschließend in Phase 3 bewertet. „Die Umsetzung erfolgt dann in Reallaboren“, sagte Geiger.

Zu solchen Umsetzungen zumindest von Teilen der jetzt sechs Themenfelder – darunter  Mobilität, Energie, Arbeit, Bildung, Freizeit – wird es auf jeden Fall kommen. Egal, wie weit Ulm im Wettbewerb kommt.  Darin sind sich Fraktionen und Stadtspitze einig. Botschaft von OB Gunter Czisch, der den lokalen Digitalisierungsfortgang zu seinem Leib- und Magenhema erklärt hat: Diese Sache wird das zentrale Thema der Stadtentwicklung.

Kommentar

Der Wettbewerb

Ideenwerkstatt „Zukunftsstadt 2030“ ist ein Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung/Forschung, an dem sich 51 deutsche Städte beteiligen.  Bürger und Stadtpolitik sollen bis 2018 in drei Phasen Vorschläge entwickeln, wie ihre Stadt aussehen, organisiert, ausgestattet sein soll. Von September bis Februar fanden in Phase eins acht Veranstaltungen statt.  Ergebnis:  200 Ideen, plus 200 Anregungen durch Experten.