Verwegene Häuser mit wabernder Architektur und Türmchen, Fenster in vielen Formen und vor allem bunte Fassaden - ob man sie mag oder nicht, die Hundertwasser-Häuser sind auf jeden Fall eines: ein Hingucker.Einen solchen möchten Waltraud Oßwald und Rupert Seibold (CSU) jetzt auch für Neu-Ulm haben. Anstelle des LEW-Gebäudes am Heiner-Metzger-Platz soll ein Hundertwasser-Haus entstehen, schlagen sie in einem Antrag an Oberbürgermeister Gerold Noerenberg vor. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob das machbar wäre.

Häuser des Künstlers Friedensreich Hundertwasser stehen unter anderem in Wien, Essen und Plochingen. Die Häuser ziehen Besucher an, schreiben Oßwald und Seibold - etwas, das auch Neu-Ulm gut gebrauchen könnte. Die Stadt sei nicht historisch gewachsen und habe kaum Sehenswürdigkeiten. "Daher ist die Stadt gehalten, mit anderen Attraktionen Gäste nach Neu-Ulm zu holen", heißt es in dem Schreiben. "Neu-Ulm sollte sich überwinden und es wagen, einen Touristenmagneten in die Mitte der Stadt zu platzieren." Ein Hundertwasser-Haus an diesem Standort passe zudem gut zu der angedachten Nutzung für die Stadtbücherei, das Stadtarchiv und für Künstler. "Mit dem Bau eines solch markanten Objekts würde der altbekannte Spruch ,Das Schönste an Neu-Ulm ist der Blick nach Ulm dann endgültig der Vergangenheit angehören."