Bereits in der vergangenen Woche standen die Zeichen auf Absage, nun steht die Entscheidung fest: Das Internationale Donaufest, das vom 3. bis zum 12. Juli in Ulm und Neu-Ulm über die Bühne gehen sollte, wird aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Das bestätigte Sebastian Rihm, der Direktor des Donaubüros, auf Anfrage.

Das Donaubüro begründet die Absage in einer Pressemitteilung: „Im Ergebnis sind es schlicht zu viele, nicht von uns beeinflussbare Faktoren und Risiken, die eine Durchführung des Internationalen Donaufestes 2020 unter diesen Umständen als nicht vertretbar erscheinen lassen.“ Es sei bis dahin, nicht abzuschätzen, ob die Gäste aus den Donauländern überhaupt nach Ulm und Neu-Ulm reisen können.

Donaufest Absage: Kein längeres Abwarten mehr

Wie das Donaubüro mitteilt, sei ein längeres Warten auf eine Entscheidung zur Durchführung des Fests nicht zumutbar gewesen – weder für die Beteiligten noch für die Partner. „Aufgrund dieser ungewöhnlichen Umstände macht das Festhalten an der Durchführung keinen Sinn und ist materiell auch nicht verantwortbar“, heißt es.

Donaufest 2020: Veranstaltungen auf dem Münsterplatz waren geplant

Jedes zweite Jahr bringt das Internationale Donaufest die Gäste aus den Donauländern zusammen und präsentiert die Bandbreite der Kulturen, Musik- und Tanzformen sowie der kulinarischen Spezialitäten an der Donau. In diesem Jahr hätte es auch wieder Veranstaltungen auf dem Münsterplatz geben sollen. Erinnert sei an das erste Internationale Donaufest 1998, als der ungarische Schriftsteller von Weltformat György Konrad seine mittlerweile berühmte Donauanhörung vor dem Münsterportal vorgetragen hatte. Analog dazu hätten im Juli klassische Konzerte vor dem Hauptturm stattgefunden – was sicherlich ein Highlight des diesjährigen Festivals gewesen wäre.

Die Absage des Donaufestes dürfte auch bei der Entscheidung, ob der Schwörmontag am 23. Juli 2020 stattfinden kann, eine Rolle spielen.