Alle paar Stunden eine neue Lage. Die Corona-Pandemie erfordert von allen maximale Flexibilität bei möglichst wenig Bewegung. Umso wichtiger wäre einheitliches Handeln der Politik. In unserer Grenzlage wird das besonders deutlich: Was Bayern nicht mehr zulässt, wird mit 24 bis 48 Stunden Verzug mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch auf württembergischer Seite untersagt.

Ein informeller Katastrophenfall

Aber was ist dazwischen? Die große Verunsicherung. Wie lange kann ich noch normal einkaufen? In Ulm oder Neu-Ulm? Muss ich mein Restaurant nun schließen? Irgendwie bringt die Donau und die dort verlaufende föderale Grenze alle ins Schwimmen. Ein informeller Katastrophenfall für Menschen, die die Landesgrenze schon lange kaum noch wahrnehmen.

Wie so oft wünscht man sich einen konsequenteren Brückenschlag. Aber das ist nur frommer Wunsch. Und ein Grund für alle, ihre Nachbarschaft im Kleinen ernstzunehmen – auch über Donau und Iller hinweg.