In der Corona-Krise sieht es auch für die Ulmer Händler zappenduster aus. Egal ob Modeboutique, Buchhandlung oder Blumenladen – die meisten Geschäfte müssen vorerst bis zum 19. April geschlossen bleiben. Um weiterhin Einnahmen verbuchen zu können, haben einige Inhaber inzwischen einen Online-Shop eingerichtet und verschicken ihre Waren vorübergehend per Post. Andere bieten einen Lieferdienst an. In vielen Fällen wird die Kundschaft auf Facebook oder Instagram über den neuen Service in Kenntnis gesetzt.

„Ulm für dich“: Lokale Händler wollen in Corona-Zeiten auf sich aufmerksam machen

Bei der aktuellen Informationsflut ist es allerdings schwierig, den Überblick zu behalten. Liefert der Lieblingsladen tatsächlich? Gibt es einen Mindestbestellwert? Wie groß ist der Lieferradius? Diese und weitere Fragen sollen künftig auf der neuen Webseite ulm-fuer-dich.de beantwortet werden. „Das Portal soll die kleinen inhabergeführten Geschäfte in Ulm und Neu-Ulm abbilden und die Kunden mit aktuellen Informationen zu den Läden während der Corona-Zeit versorgen“, sagt Annemarie Brückner. Das Signal solle lauten: „Wir sind weiterhin für euch da.“

Brückner, die Inhaberin des Modegeschäfts „Fischerins Kleid“, ist die Initiatorin des Projekts. Die Homepage ist bereits online, bis zum Ende der Woche müssen allerdings noch einige Änderungen eingespielt werden, so Brückner. Bisher sind 19 Geschäfte gelistet, unter anderem die „Vinothek im Fischerviertel“ und das Fahrradgeschäft „Klapprad“. André Wieland (Klare Kante) und Rasmus Schöll (Aegis Literatur) sind mit ihren Läden ebenfalls vertreten. Beide unterstützen Brückner bei der Organisation des Projekts.

Binnen weniger Tage hat das Trio das Grundkonzept ausgearbeitet, die Erstellung der Webseite in Auftrag gegeben und andere Geschäftsinhaber kontaktiert, ob sie dabei sein wollen. Der Mitgliedsbeitrag, der die Unkosten der Projektverantwortlichen decken soll, ist während der Krisenzeit optional. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, berichtet Brückner. Das Organisationsteam sei zuversichtlich, dass die Mitgliederzahl weiter steige. Auch Gastronomen seien willkommen.

„Ulm für dich“ soll auch nach der Corona-Krise online bleiben

Wenn die Corona-Zeit überstanden ist, soll das Portal „Ulm für dich“ als Marketingplattform erhalten bleiben. „Wir hoffen, dass es sich etabliert und auch in Zukunft als Überblicksseite genutzt wird“, erklärt Brückner. Vor diesem Hintergrund seien auch Kooperationen mit dem Verein „Ulmer Citymarketing“ denkbar.