Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu hemmen, haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) beschlossen, die vorderen Bustüren geschlossen zu lassen. Wie die SWU in einer Pressemitteilung schreibt, wird ab Samstag, 14.03. der Ein- uns Ausstieg an der ersten Tür bis auf Weiteres bei allen Bussen der SWU ausgesetzt.

Damit entfällt auch der Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal. In der Mitteilung heißt es: „Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Fahrscheinverkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer als auch für alle Fahrgäste minimiert werden.“

Türen der Straßenbahnlinien 1 und 2 sind nicht betroffen

Die Türen der Straßenbahnen der Linien 1 und 2 seien nicht von einer Schließung betroffen, da sie über abgeschlossene Fahrerkabinen verfügen. Alle Türen bleiben dort also frei zugänglich für die Fahrgäste.

Fahrscheinpflicht: Tickets bereits vor Fahrt kaufen

Wie die SWU mitteilen, werde die Fahrscheinpflicht dadurch nicht aufgehoben. Die Stadtwerke bitten ihre Bus-Fahrgäste deshalb, sich schon vor der Fahrt einen Fahrschein zu besorgen. „Dafür können die Vorverkaufsstellen, die Fahrscheinautomaten an den Haltestellen und in den Straßenbahnen sowie das Handyticket genutzt werden.“

Tickets nach dem Fahrtantritt kaufen

Auf Facebook fragt eine Nutzerin unter dem Beitrag der SÜDWEST PRESSE, ob Fahrgäste, wenn kein Fahrscheinautomat an der Haltestelle steht, sie aber trotzdem zahlen wollen, dem Kontrolleur das Geld in die Hand drücken dürfen.

Darauf antwortet die SWU: „Die Möglichkeit Fahrscheine auch bei unseren Kontrolleuren zu kaufen wird derzeit von uns geprüft. Ansonsten besteht jetzt auch die Möglichkeit, sofern keine Möglichkeit für den Fahrscheinkauf vor Fahrtantritt bestand, nach Fahrtantritt eine Fahrkarte nachzulösen.“

Maßnahme mit DING und Stadt Ulm abgestimmt

Wenn im Einzelfall der Kauf eines Tickets vor Fahrtantritt nicht möglich sein sollte, werden auch nachträglich gelöste Fahrscheine anerkannt. Diese Maßnahme sei mit der Stadt und dem Verkehrsverbund DING abgestimmt und diene dazu, das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus für Fahrgäste und Fahrpersonal so gering wie möglich zu halten.

Stuttgart SSB: Ticketverkauf im Bus bereits ausgesetzt

Dass in den Stuttgarter SSB-Bussen keine Tickets mehr verkauft werden, greift bereits ab Freitag, 13. März. Auf der Webseite der SSB heißt es, es werden „bis auf Weiteres keine Tickets verkauft“. Bereits ein Twitterpost der SWU am Donnerstag kündigte das auch für Ulm an. Auf Twitter fragte ein Nutzer, ob das Vorgehen der SSB in Stuttgart auch in den Bussen in Ulm geplant sei.

Bus und Straßenbahn in Ulm und Neu-Ulm Öffentlicher Nahverkehr jeden Samstag bis 2022 kostenlos

Ulm / Neu-Ulm