Seit zwei Monaten haben Kunden des Ulmer Wochenmarkts die Möglichkeit, ihren Einkauf online zu bestellen und nach Hause bringen zu lassen. Der Name des Lieferservice: Mein-Wochenmarkt.online. In diesen Tagen sind die drei Gründer Michael Mayer, Marcel Michelfelder und Dominik Kramer im Dauereinsatz. Sie koordinieren ihre Mitarbeiter, planen Routen und beantworten Fragen am Telefon. Weil viele Menschen aufgrund der Corona-Krise nur noch selten ihre Wohnung verlassen wollen, ist die Dienstleistung des Trios gefragter denn je. „Die Bestellungen haben in kürzester Zeit um rund 30 Prozent zugenommen“, berichtet Mayer.„Zudem rufen jetzt viele Ältere an und fragen, wie das Ganze abläuft.“

Lieferservice für den Ulmer Wochenmarkt: So läuft der Prozess ab

Das Prinzip funktioniert wie folgt: Der Käufer gibt seine Adresse sowie das gewünschte Datum an, an dem er seine Bestellung erhalten möchte. Anschließend klickt er sich durch das Sortiment, wählt Artikel wie Fleisch, Käse oder Gemüse aus. Bezahlt wird online, der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro. Zudem kann der Käufer ein Zeitfenster angeben, in dem der Bote bei ihm vorbeikommen soll. Die Lieferungen erfolgen immer samstags und mittwochs. Da der Markt am Eselsberg ebenfalls ins Angebot aufgenommen wurde, ist auch der Donnerstag eine Option. Das Liefergebiet umfasst einen Radius von etwa zehn Kilometern rund um die Ulmer Stadtmitte. Unter anderem werden Jungingen, Burlafingen, Gerlenhofen und Blaustein angefahren.

„Mein-Wochenmarkt.online“: Sechs Lieferanten ab jetzt im Einsatz

Da die Nachfrage nun stark zugenommen hat, verdoppelt das Ulmer Start-up-Unternehmen die Zahl seiner Lieferanten von drei auf sechs. Zudem müssen die Mitarbeiter besondere Hygiene-Vorschriften beachten, wie Michael Mayer betont. Gummihandschuhe seien Pflicht, zudem habe er Atemschutzmasken verteilt. „Darüber hinaus vermeiden wir unnötige Kontakte an der Haustür. Die Boten stellen die Ware vor dem Eingang ab, klingeln und fahren anschließend weg.“

Für den Fall, dass der Ulmer Wochenmarkt infolge der Corona-Krise vorübergehend schließen muss, haben Mayer und seine Kollegen einen Notfallplan ausgearbeitet, damit der Betrieb aufrecht erhalten werden kann: „Wir holen die Produkte dann direkt bei den Höfen der Beschicker und fahren anschließend unsere Runden. Wir hoffen natürlich, dass es nicht soweit kommt.“