Die ersten Infektionen mit dem Coronavirus in Langenau wirken sich nun auch auf das gesellschaftliche Leben in der Naustadt aus. So wurden am Freitagvormittag zwei Kinderkleiderbasare abgesagt. Dies betrifft zum einen jenen am Samstag in der Stadthalle, zum anderen jenen im katholischen Gemeindehaus am Sonntag.

Coronavirus in Langenau: Ausstellung und Figurentheater abgesagt

Die Verwaltung sagte zudem inzwischen alle städtischen Veranstaltungen am Wochenende ab. Damit ist die Ausstellung „Langenau im Wandel – Gewerbe und Handel“ nicht wie geplant am Sonntag zum letzten Mal geöffnet. Auch das Figurentheater „1 vor dem anderen“ vom Theater Compagnie Nik für Kinder ab vier Jahre fällt am Sonntag aus.

Ludwig-Uhland-Schule bleibt am Montag geschlossen

Wie die Stadtverwaltung überdies mit Bezug auf die Schulleitung am Freitagmittag mitteilte, bleibt „aufgrund von Personalmangel der Lehrkräfte die Ludwig-Uhland-Grundschule an beiden Standorten am kommenden Montag, 9. März, in Absprache mit dem Schulamt geschlossen“. Eine Notfallbetreuung sei gewährleistet, heißt es. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern seien per Brief durch die Schulleitung informiert worden.

Wie Nadine Maier von der Stadtverwaltung auf Anfrage betonte, hatte in der Ludwig-Uhland-Schule schon in den Tagen zuvor Personalmangel geherrscht. Da unter den Lehrern nun Urlaubsrückkehrer aus Südtirol sind und diese vorsorglich nicht in den Schule gehen, sei der Betrieb vorerst nicht aufrecht zu erhalten.

Kernzeitbetreuung in Albeck bleibt nächste Woche geschlossen

Und nicht nur das: Auch die Kernzeitbetreuung an der Grundschule Albeck bleibe für nächste Woche geschlossen, teilt die Stadt mit. Diese sei darüber informiert worden, dass es „im privaten Umfeld einer Mitarbeiterin der Kernzeitenbetreuung das Auftreten von Corona gibt“. Die Mitarbeiterin sei deshalb zunächst unter Quarantäne. „Sie selbst ist nicht betroffen“, heißt es seitens der Stadt. Auskünfte an Eltern gebe nur durch die Schulleitung.

Coronavirus in Ulm: Rückkehrer aus Südtirol sollen zuhause bleiben

Am Freitagmorgen hatte das Robert-Koch-Institut Südtirol als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft. Im Anschluss hatten sowohl das Land, als auch Ämter und Schulen im Raum Göppingen sowie im Raum Ulm entsprechend reagiert. So wurden in Göppingen Südtirol-Rückkehrer an Schulen für 14 Tage nach Hause geschickt. Dort war am Freitag nach einem Skiurlaub ein weiterer Fall bekannt geworden. Ähnliches wurde an einer Ulmer Schule angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus beschlossen. Zudem war am Freitag auch im Kreis Biberach der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Am Samstag wurde diese im Kreis Biberach auf drei erhöht.

Coronavirus im Kreis Biberach: Nach negativen Tests öffnen viele Schulen und Kindergärten am Dienstag

Update, 8. März 2020, 16:00 Uhr

Nachdem bereits viele Corona-Tests, die im Zusammenhang mit dem ersten Coronavirus-Fall im Kreis Biberach stehen, negativ ausgefallen sind, werden laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes viele Schulen und Kindergärten im Kreis am Dienstag wieder öffnen können. Eine Liste der Schulen und Kindergärten aus dem Kreis Biberach, an denen es Untersuchungen gab und die nun am Dienstag wieder öffnen könten, gibt es hier.