Das baden-württembergische Kultusministeriums hat am Freitag alle Schulen und Kindertagesstätten im Südwesten informiert, dass ab sofort alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet – also auch aus Südtirol – zurückgekehrt sind, vorsorglich 14 Tage zu Hause bleiben sollen. Damit reagiert das Ministerium auf die neue Bewertung des Robert-Koch-Instituts, wonach Südtirol auch als Corona-Risikogebiet gilt.

Friedrich-List-Schule in Ulm: Schulleiter schickt Schüler und Lehrer nach Hause

An den Schulen in Ulm wird die Lage dadurch schwieriger: Schüler und Lehrer, die in den Winterferien in Südtirol waren, wurden etwa an der Friedrich-List-Schule vom Schulleiter nach Hause geschickt und sollen unnötige Kontakte vermeiden. „Vorsorglich“ sollten sie 14 Tage zu Hause bleiben, gerechnet „jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr“. Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und auch keinen Kontakt zu einem Infizierten hatten, können laut Kultusministerium uneingeschränkt am Schul- oder Kita-Betrieb teilnehmen.

So sieht der Pandemieplan im Land zum Coronavirus aus

Das Land Baden-Württemberg hat für Fälle wie den des Coronavirus einen Pandemieplan entwickelt. Hier erfahrt ihr alles, was der beinhaltet.

Robert-Koch-Institut zum Coronavirus: Rückkehrer aus Südtirol sollen zuhause bleiben

Am Freitagmorgen hatte das Robert-Koch-Institut Südtirol als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft. Im Anschluss hatten sowohl das Land, als auch Ämter und Schulen im Raum Göppingen sowie im Raum Ulm entsprechend reagiert. So wurden in Göppingen Südtirol-Rückkehrer an Schulen für 14 Tage nach Hause geschickt. Am Samstag wurden im Kreis Biberach drei Fälle von Coronavirus bestätigt.