Die Corona-Krise trifft viele kleine Geschäfte und Unternehmen heftig: Die Umsätze brechen ein, Reisebüros müssen sogar bereits erhaltene Provisionen zurückzahlen.

Auch das Dessous-Geschäft „Secrets“ in Ulm ist unter Druck: „Ich habe mit meinen Vermietern geredet, dass sie mir einen Teil der Miete nachlassen und etwas warten, bis ich den Rest bezahlen kann“, sagt Inhaberin Bettina Reichhart. Ihr Lager sei voll mit Frühjahrsmode: „Die neue Ware ist eingekauft und ich kann nichts verkaufen.“

Kundinnen werden im Videochat beraten

Um die Einbußen zumindest ein bisschen abzufedern, hat Reichhart wie so viele in kurzer Zeit einen eigenen Online-Shop aufgebaut. Kundinnen können dort Bademode und BHs bestellen. „Und ich biete eine Beratung per Videocall“, sagt die Ladeninhaberin. „Im Videotelefonat kann ich sehen, wie gut der BH sitzt und was man noch verstellen muss.“ Im SWP-Krisengespräch erzählt Reichhart, wie ernst die Lage für ihr Geschäft ist.

Damit Kundinnen und Kunden den bei der steigenden Zahl lokaler Online-Shops den Überblick behalten können, wurde das Portal ulm-fuer-dich.de ins Leben gerufen. Händlerinnen und Händler aus den beiden Städten können ihre Waren außerdem über den Shop zusammenhalt-ulm.de verkaufen.

„Zusammenhalt Ulm“ und „Ulm für dich“ Neue Online-Portale sollen Ulmer Händlern in Corona-Zeiten helfen

Ulm/Neu-Ulm