Im Landkreis Biberach gibt es den ersten bestätigten Corona-Fall. Das teilt das Landratsamt Biberach in einer Pressemeldung mit. Beim Infizierten handelt sich um einen 43-jährige Mann. Er hatte kurzzeitig leichte Symptome, ist aktuell symptomfrei und befindet sich auf Veranlassung des Kreisgesundheitsamtes in häuslicher Isolation.

Die Stadtverwaltung Laupheim gab unterdessen bekannt, dass mehrere Schulen am Montag geschlossen bleiben.

Laupheim

Coronavirus Biberach: Wie hat sich der 43-Jährige infiziert?

In der Pressemitteilung heißt es weiter, der 43-Jährige habe sich von 21. bis 24. Februar 2020 im Urlaub in Südtirol aufgehalten. Er war dort auf einer Familienfreizeit gemeinsam mit weiteren Familien, die überwiegend ebenfalls im Landkreis Biberach wohnen. Daher werden auch diese Personen nun in dem Moment alle getestet. Die Testergebnisse werden im Laufe der Woche erwartet.

Sowohl zwei schulpflichtige Kinder des Mannes, als auch die Kinder der Familienfreizeit haben seit ihrer Rückkehr Schulen besucht. Die Städte und Gemeinden der betroffenen Schulen seien bereits informiert.

Update: Mittlerweile drei Coronavirus-Fälle im Kreis Biberach

Update, 7.3.2020, 13:45 Uhr

Am Samstag gab der Kreis Biberach in einer Mitteilung bekannt, dass es mittlerweile drei bestätigte Fälle im Kreis geben soll. Die dritte Infizierte ist eine Frau, die sich nun in häuslicher Quarantäne befinden soll.

Schulen und Kindergärten bleiben am Montag geschlossen

Das Kreisgesundheitsamt habe erste Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen. Mittlerweile seien weit mehr als 100 Kontaktpersonen ermittelt, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, die in Schulen und Kindergärten gehen. Aus diesem Grund sollen am Montag folgende Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben:

  • Matthias-Erzberger-Schule Biberach
  • Schulkindergarten (Kinderhaus) Biberach- Rißegg
  • Dollinger Realschule Biberach
  • Drümmelberg Grundschule Bad Schussenried
  • Friedrich-Adler-Realschule Laupheim
  • Grundschule Stafflangen
  • Grundschule Untersulmentingen
  • Grundschule Uttenweiler
  • GWRS Schwendi
  • Gymnasium Bad Waldsee
  • Jakob-Ehmele-Realschule Bad Schussenried
  • Karl-Arnold-Schule Biberach
  • Karl-Lämmle-Gymnasium Laupheim
  • St. Martin kath. KiGa Untersulmentingen
  • KiGa Spatzennest Bad Schussenried
  • KiGa St. Elisabeth Warthausen
  • Kolping Bildungszentrum Riedlingen
  • Mühlbachschule Schemmerhofen
  • Pestalozzi-Gymnasium Biberach
  • Schwarzbachschule Biberach
  • Sophia-La-Roche-Schule Warthausen
  • Wieland Gymnasium Biberach
  • Bischof-Sproll-Schule Biberach
  • Studienkolleg Blönried

Landrat Dr. Heiko Schmid: „Die Landkreisverwaltung und insbesondere das Kreisgesundheitsamt haben sich seit Wochen intensiv mit der Thematik Coronavirus befasst und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Wir stehen hierzu mit allen relevanten Akteuren, wie der Sana Klinik Landkreis Biberach, der Ärzteschaft, dem Rettungsdienst, dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg in einem engen Austausch.“

Coronavirus: Landratsamt Biberach hat ämterübergreifenden Stab eingerichtet

Landrat Dr. Heiko Schmid weiter: „Wir haben einen ämterübergreifenden „Stab“ im Landratsamt eingerichtet, der die Lage ständig beurteilt und entsprechende Maßnahmen beschließt. Die Lage entwickelt sich dynamisch und muss ständig neu beurteilt werden. Maßgebend sind hier die Empfehlungen und Vorgaben des Robert-Koch-Instituts.“

So sieht der Pandemieplan in Baden-Württemberg zum Coronavirus aus

Das Land Baden-Württemberg hat für Fälle wie den des Coronavirus einen Pandemieplan entwickelt. Hier erfahrt ihr alles, was der beinhaltet und wer für was zuständig ist.

Robert-Koch-Institut zum Coronavirus: Rückkehrer aus Südtirol sollen zuhause bleiben

Am Freitagmorgen hatte das Robert-Koch-Institut Südtirol als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft. Im Anschluss hatten sowohl das Land, als auch Ämter und Schulen im Raum Göppingen sowie im Raum Ulm entsprechend reagiert. So wurden in Göppingen Südtirol-Rückkehrer an Schulen für 14 Tage nach Hause geschickt. Dort war am Freitag nach einem Skiurlaub ein weiterer Fall bekannt geworden. Ähnliches wurde an einer Ulmer Schule angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus beschlossen.