Nach den beiden ersten bestätigten Corona-Fällen in Ulm am Dienstag ist das Virus am Mittwoch bei vier weiteren Personen durch einen Test in der Uniklinik nachgewiesen worden. Alle Patienten weisen nur leichte Grippe-Symptome auf, müssen daher nicht im Krankenhaus behandelt werden. Sie befinden sich nach Mitteilung des Gesundheitsamtes jedoch in häuslicher Isolierung.

Weitere Details und Hintergründe und was die Quarantäne für die Betroffenen bedeutet, kann du hier lesen:

Ulm

Den erste Coronavirus-Fall in Ulm wurde am Dienstag bekannt. Eine 45-jährige Frau, die nach einem Skiurlaub in Südtirol über Halsschmerzen, Fieber und Schnupfen klagte, wurde positiv auf das Virus getestet. Auch ein 12-Jähriger aus der Reisegruppe ist an dem Virus erkrankt. Die beiden infizierten Männer waren laut des Landratsamts Alb-Donau-Kreis mit der Frau und dem Jungen auf einem gemeinsamen Skiurlaub in Südtirol.

Wie das Landratsamt weiter mitteilt, wurde bei zwei Männern im Alter von 56 Jahren und 19 Jahren aus Langenau ebenfalls das Virus nachgewiesen. Auch sie waren in Südtirol im Urlaub. Die insgesamt fünfköpfige Familie befindet sich in häuslicher Quarantäne.

An mehreren Ulmer Schulen sind indessen Klassenfahrten abgesagt worden. Italienische Schüler reisen nicht nach Ulm, Franzosen wollen hiesige Schüler nicht bei sich.

Das Blautalcenter in Ulm hält am Auftritt des Chinesischen Nationalcircus fest. Die Akrobaten sind schon länger auf Tournee in Deutschland. Offizielle Stellen haben keine Bedenken. Die Artisten seien seit Anfang Dezember auf Tour in Deutschland und der Schweiz und könnten sich somit nicht in ihrer Heimat mit dem Corona-Virus infiziert haben, sagte Centermanager Guido Reuter.

Coronavirus Ulm und Neu-Ulm Kommentar: Jeder ist verantwortlich

Ulm

Rund 65 Infizierte in Baden-Württemberg

Im Land haben sich nachweislich mittlerweile 65 Menschen (Stand: Mittwochabend) mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt.

Wie das Sozialministerium mitteilte, kamen am Mittwochnachmittag noch einmal sechs Fälle hinzu. Es geht um eine 46 Jahre alte Frau aus dem Main-Tauber-Kreis, die zuvor in Südtirol war, um einen 61 Jahre alten Mann aus Ludwigsburg, der in Neapel in Italien war, und um eine 55 Jahre alte Frau aus Stuttgart, die aus Barcelona (Spanien) zurückgekehrt war. Bei drei Fällen im Rhein-Neckar-Kreis handelt es sich um einen 55-Jährigen, der zuvor Kontakt zu einer infizierten Person hatte, um einen 36 Jahre alten Reiserückkehrer aus dem Iran und um einen 55-Jährigen, der zuvor in Südtirol gewesen war.

Im Südwesten war die erste Infektion mit dem Virus am 25. Februar bestätigt worden. Es handelte sich um einen 25-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen, der sich zuvor in Italien aufgehalten hatte. Nach den Worten von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) zeigen die Patienten im Südwesten bislang milde Krankheitsverläufe.

Lucha mahnte im Landtag noch einmal zur Besonnenheit. „Unsere Strategie lautet grundsätzlich: höchste Aufmerksamkeit, höchste Achtsamkeit, aber kein Alarmismus.“