Der zentrale Satz für die Kulturnacht 2020 lautet: „Alles ist denkbar – nur nicht nichts zu tun!“ Er steht im Aufruf an die Kulturszene von Ulm und Neu-Ulm, sich an der für Samstag, 19. September, geplanten 20. Auflage der beliebten Veranstaltung zu beteiligen. Bis zum 7. Juni können sich alle Kulturschaffenden und Veranstalter mit ihren Programmen anmelden. Das dazu notwendige Formular ist online unter kulturnacht-ulm.de verfügbar.

Was bis September passiert, ist noch unklar

Die Kulturnacht soll also stattfinden. Doch viel mehr ist nicht klar. Man könne derzeit nicht voraussagen, wie sich die Lage bis zum Herbst weiter entwickeln wird und unter welchen Voraussetzungen bis dahin Kulturveranstaltungen wieder möglich sein werden, heißt es in dem Aufruf. Die Organisatoren fordern die Teilnehmer dazu auf, „die gesamte Bandbreite ihrer künstlerischen Möglichkeiten und kreativen Fähigkeiten auszuschöpfen“. Die Kulturnacht, so die Hoffnung, könne „eine Plattform der kulturellen Prototypen, Experimente, Neuheiten sein“, es gelte, anpassungsfähige Formate mit Augenmaß und ohne finanzielles Risiko zu gestalten: „Lieber eine kleine Kulturnacht als keine Kulturnacht.“

Was die aktuellen Verordnungen angeht, befinde sich die Kulturnacht auf noch ungeklärtem Terrain. Sie sei eine Großveranstaltung, die zuletzt mehr als 12 500 Besuchende anzog, aber auch eine Plattform für circa 140 dezentrale Einzelveranstaltungen. In jedem Fall erwartet das Organisationsteam Auflagen, man sei deswegen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Es werde daran gearbeitet, ein Programm in irgendeiner Form zu ermöglichen.

Kurze Darbietungen bevorzugt

Es werde wichtig sein, gewisse Hygiene-Standards vor Ort zu gewährleisten, Publikumsströme zu lenken und zu regulieren. Um möglichst vielen Gästen den Besuch eines Beitrags ohne lange Wartezeiten zu ermöglichen, sollten in diesem Jahr eher mehrere kurze Performances und keine langen Programmblöcke angeboten werden.

Die Ulmer Kulturabteilung bietet an, Interessierte bei der Entwicklung eines Programmbeitrages zu unterstützen. Auf der Kulturnacht-Website soll in Kürze auch ein Leitfaden mit Fragestellungen, Anregungen und Tipps und für coronataugliche Veranstaltungen zum Download bereitgestellt werden.