In einem fraktionsübergreifenden Antrag haben SPD, Grüne und CDU eine Resolution zu den Ansichten des Popmusikers Xavier Naidoo gestellt. Über die Resolution soll bei der nächsten Gemeinderatssitzung abgestimmt werden.

Wegen Corona-Pandemie: Auftritt des Sängers verschoben

In einem Entwurf der Resolution, die der SÜDWEST PRESSE vorliegt, machen die Parteien deutlich, dass die Ansichten des Musikers nicht mit dem Grundkonsens der Stadt zu vereinbaren sind. Naidoo hätte am 25. Juli 2020 ein Konzert im Klosterhof Ulm-Wiblingen gehabt, das aber aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben wurden.
Die Parteien erklären, dass Naidoo sich „in Videos, bei Auftritten, in seinen Songs und bei anderen Veranstaltungen immer wieder eindeutig frauenfeindlich, rassistisch, antisemitisch und fremdenfeindlich geäußert.“ Naidoo ist zudem in den vergangen Wochen durch Verschörungstheorien zum Coronavirus aufgefallen.

Ansichten des Sängers mit dem Grundkonsens der Stadt nicht kompatibel

Ulm sei eine „offene, demokratische und solidarische Stadt, die all ihren Bürgerinnen und Bürgern gleich welcher Herkunft eine gemeinsame Heimat bietet; diese Maxime leitet den Gemeinderat und die Verwaltung.“ Die Ansichten von Xavier Naidoo seien „mit dem Grundkonsens der Internationalen Stadt Ulm nicht kompatibel“.