Die Kinosäle in Ulm und Neu-Ulm machen nach und nach wieder auf – doch die Autokino-Saison geht weiter! Schon seit einem Monat werden in der Friedrichsau und auf dem Blautal-Center Filme gezeigt – und Ende Mai gab es ein Konzert von Michael Patrick Kelly auf dem Volksfestplatz. Für Mario Schneider (40) ist klar: Es wurde schon viel geboten, aber eine Autokino-Party fehlt noch.

Kreis Göppingen

Das wird sich schon bald ändern: Am Mittwoch, den 10. Juni, wird ab 20:30 Uhr auf dem Blautal-Center gefeiert. Dort veranstaltet Schneider, der auch das „Theatro“ führt, die „We love the 90’s – Ulmer Autokino-Edition“-Party. „DJ K-Louis aus München wird auflegen. Er ist einer der bekanntesten DJs für 90er-Musik in Süddeutschland“, sagt Schneider am Telefon. Passend zur Musik würden Glowsticks an die Besucher verteilt. Dekoriert werde das Parkdeck unter anderem mit aufblasbaren Riesenmodellen von Kassetten, Nokia-Handys und Gameboys. Auch ein überdimensionierter Super Mario dürfe nicht fehlen.

Hier könnt ihr Tickets für die 90er-Autokino-Party kaufen

An der Party könnten maximal 220 Autos mit jeweils bis zu fünf Insassen teilnehmen. Wie im Autokino wird der Ton über eine UKW-Frequenz auf die Autoradios übertragen. Die Besucher dürften ihre Autos nur verlassen, um Getränke zu holen und auf die Toilette zu gehen.
Schneider ist bewusst, dass eine Party im engen Auto nicht das gleiche Live-Erlebnis bietet wie eine Nacht im Club. Doch ungeachtet der Beschränkungen seien die Tickets schon jetzt knapp. Karten gibt es ausschließlich hier online zu kaufen. Der Eintritt kostet 15 Euro pro Person.

Mario Schneider plant, im „Theatro“ eine Bar einzurichten

Schneider hofft, dass er mit dem Event auf dem Parkddeck keine Verluste macht. Denn finanziell sei das Event „nicht sonderlich lukrativ.“ „Doch ich muss was tun.“ Er habe akzeptiert, dass er das „Theatro“ als Club noch längere Zeit geschlossen halten müsse. Als Konsequenz habe er schon Partys in einem Autokino in Berlin-Schönefeld veranstaltet. „Dort habe ich gesehen, dass die Leute Spaß haben und Abwechslung wollen.“ In den nächsten Wochen gibt es in Berlin auch Konzerte von Nico Santos, Sido und Revolverheld.
Auch für das „Theatro“ hat Schneider sich etwas überlegt: Weil es für den Clubbetrieb noch „keine Perspektive“ gebe, möchte er in den Räumlichkeiten demnächst ein Pop-Up-Restaurant inklusive Bar eröffnen. Wann es soweit sein wird, steht aber noch nicht fest. Dass er weiterhin eigene Ideen umsetzen kann, helfe Schneider dabei, mit den Folgen der Corona-Pandemie zurechtzukommen. „Ich mache niemandem einen Vorwurf, aber das frisst einen auf.“