Corona-Lockdown im Humboldt-Gymnasium Ulm: Nachdem bereits vergangene Woche bekannt geworden war, dass im „Humboldt“ 24 Lehrer und 200 Schüler in häusliche Quarantäne mussten, wurde jetzt verkündet, dass die Schule ab Montag, 19.10.2020, vorerst komplett schließt. Das gab der stellvertretende Schulleiter, Gregor Hoffmann, in einem Elternbrief bekannt.

Humboldt-Gymnasium schließt wegen Corona und bietet nur noch Fernunterricht

Demnach wird es keinen Präsenzunterricht mehr geben, vielmehr werde für die Schüler ein Fernunterricht organisiert. Hoffmann schreibt: „Nach eingehender Analyse des dynamischen Infektionsgeschehens am Humboldt-Gymnasium Ulm werde ich den Präsenzunterricht für die kommende Woche beenden, die komplette Schule wird in den Modus Fernunterricht wechseln.“

Schließung des Humboldt bedeutet Probleme für Eltern wegen der Betreuung

Viele Eltern dürfte die Maßnahme vor Betreuungs-Probleme stellen, da die Kinder in der Schulzeit zu Hause unterrichtet werden. Dementsprechend schreibt der Vize-Schulleiter: „Mir ist bewusst, dass diese Entscheidung auf Seiten der Eltern zu Betreuungsengpässen, vor allem für jüngere Kinder, führen kann.“ Gleichzeitig könne man aber „auf ein sehr gut vorbereitetes Konzept und gute digitale Infrastruktur vertrauen, um in dieser Zeit guten Fernunterricht zu gewährleisten“.

Normaler Unterricht in der Schule soll nach den Herbstferien wieder beginnen

Die Schließung der Schule ist dem Vize-Direktor zufolge nach „gründlicher Abwägung“ mit dem Regierungspräsidium Tübingen und nach der Beurteilung der Lage durch das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis erfolgt.
Gregor Hoffmann hofft und geht dem Brief zufolge nach derzeitiger Lage davon aus, dass nach den Herbstferien, die am 26.10.2020 beginnen und am 1.11.2020 enden, der Unterricht am Montag, 2.11.2020 wieder in der Schule stattfinden könne.

Viele Schüler und Lehrer des Gymnasiums in Quarantäne

Wie berichtet, hatte das Coronavirus bereits in der vergangenen Woche die halbe Schule lahmgelegt. Ein Lehrer war positiv auf den Erreger getestet worden. Weil er zu zahlreichen Schülern und Kollegen (und diese wiederum zu ihren eigenen Schülern) Kontakt hatte(n), mussten 24 von 60 Lehrern in häusliche Quarantäne. Auch einige Schüler des Gymnasiums sind infiziert, vorwiegend aus den unteren Klassen.