In der Stadt gibt es einen weiteren Corona-Todesfall. Wie das Gesundheitsamt am Mittwoch (21.20.2020) mitteilte, verstarb eine 69-jährige Frau Anfang der Woche nach zehntägiger intensivmedizinischer Behandlung. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie in Ulm auf elf. Unterdessen ist der Sieben-Tages-Wert in der Stadt am Mittwoch erneut angestiegen: von 72,2 auf 82,5.

Ulm im Corona-Krisenmodus: Wichtige Maßnahmen der Stadt im Kampf gegen die Pandemie:

  • Maskenpflicht: Mit einer Plakatkampagne will die Stadt auf die Maskenpflicht im Freien hinweisen. Diese gilt wie berichtet überall dort, wo der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann. So sind sämtliche Fußgängerbereiche als Maskengebiet ausgewiesen – unabhängig von der Tageszeit, wie eine Sprecherin auf Anfrage erläutert. Extra-Kontrollen werde es aber nicht geben.
  • In Neu-Ulm ist die Regelung leicht unterschiedlich. Die neue bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung regelt, dass auf „Begegnungs- und Verkehrsflächen von öffentlichen Gebäuden, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss“. Weil mit dieser Regelung alle relevanten Plätze im Landkreis Neu-Ulm abgedeckt seien, verzichte der Landkreis Neu-Ulm einstweilen darauf, explizit Plätze zu benennen, heißt es aus dem Landratsamt. Das gelte auch für das generelle Alkoholverbot in Parks und Grünanlagen.
  • Quarantäne: Künftig muss nicht mehr die ganze Schulklasse in Quarantäne, wenn ein Infektionsfall auftritt. Grund sind die steigenden Fallzahlen. Deshalb werde die Kontaktnachverfolgung „risikoorientiert“ angepasst, sagt ein Sprecher des Gesundheitsamts in Ulm. „Das kann etwa bedeuten, dass in der spezifischen Situation – je nach Belüftung des Raumes oder Kontaktsituation der Gruppe – nur Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne gesetzt werden, die in unmittelbarer Nähe des Coronafalles saßen.“ Das Geschehen in einer Schule werde in Kontakt mit der Schulleitung analysiert, bevor eine Entscheidung über Quarantänemaßnahmen getroffen werde.
  • Bürgerdienste: Um Kunden und Mitarbeiter besser vor einer Infektion zu schützen, dürfen das Dienstgebäude der Bürgerdienste in der Olgastraße und die städtischen Dienstleistungszentren ab sofort nur noch betreten werden, wenn vorab ein Termin vereinbart wurde.