Die städtischen Kindertagesstätten und die Tagespflege haben bereits seit der laufenden Woche eine Notbetreuung. Sie startet ab Montag auch für die Schüler der Klassen 1 bis 7. „Die Notbetreuung an Schulen wird die gleichen Tage und Zeiten abdecken, die ein Kind ansonsten in der Schule betreut worden wäre“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Aufsicht während der eigentlichen Unterrichtszeit übernehmen die Lehrkräfte, während der restlichen Zeit Personal der Stadt. Die Elternbeiträge für die Schulkind­betreuung und den Mittagstisch wurden für Januar zunächst nicht eingezogen. Die Teilnahme an der Notbetreuung kostet extra.

Baden-Württemberg

Auch Studierende können auf das Angebot zurückgreifen

In der Woche ab 11. Januar gibt es an den Schulen aber keinen Mittagstisch. „Weil noch nicht klar ist, wie viele Schülerinnen und Schüler vor Ort sein werden, ist dies aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.“ Anspruch auf Notbetreuung haben Eltern, die aus beruflichen Gründen ihre Kinder nicht selbst betreuen können, egal, ob sie in so genannten systemrelevanten Branchen tätig sind oder nicht. Neu ist, dass auch Studierende, die wegen Prüfungsvorbereitungen an der Betreuung gehindert sind, auf das Angebot zurückgreifen können. Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Schule. Unterdessen kritisieren die Grünen-Landtagskandidaten Michael Joukov-Schwelling und Robert Jungwirth die Haltung von Kultusministerin Susanne Eisenmann, trotz der Corona-Inzidenz möglichst zum Präsenz-Unterricht zurückzukehren: „Das ist schlicht unverantwortlich.“ Zwar sei Präsenzunterricht besser, in der jetzigen Lage sollten Klassen jedoch geteilt und möglichst im täglichen Wechsel an der Schule unterrichtet werden.