Deutschland befindet sich seit dem 16. Dezember im Lockdown. Der Handel muss schließen. Das Weihnachtsgeschäft bleibt aus. Die letzte Hoffnung für viele Geschäfte: Ware zum Abholen. Aber: In Baden-Württemberg dürfen Geschäfte ihre Ware auch nicht zum Abholen anbieten. Gegen diese Vorschrift klagt jetzt Rasmus Schöll, Inhaber der Ulmer „Aegis“ Buchhandlung.

Corona Regeln BW: Besitzer der Aegis Buchhandlung klagt

Wie aus einer Pressemitteilung zu vernehmen ist, stellte Schöll am Mittwoch (16.12.) einen Eilantrag gegen die aktuelle Corona-Verordnung. „Wir gehen den Lockdown mit, aber das Verbot von Abholstationen ist nicht mehr verhältnismäßig“, sagt Schöll. „Das ist eine massive Einschränkung der Berufsfreiheit.“

Bücherbus „Wanda“ der Buchhandlung Aegis verboten

Erst vor wenigen Wochen platzierte das Team der Aegis Buchhandlung den Bücherbus „Wanda“ vor dem Eingangsbereich. Hier sollten Kunden ihre Bücher abholen können, ohne das Gebäude der eigentlichen Buchhandlung betreten zu müssen. Die Abholung am Bücherbus sei sogar weniger riskant, als der Lieferbetrieb an der Haustür, erklärt Schöll in der Pressemitteilung. Durch die Corona-Regel breche der Buchhandlung ein großer Teil des Weihnachtsgeschäfts und damit des Jahresumsatzes weg. “Dass man uns aber auch noch die Möglichkeit der Abholung nimmt, ist nicht tragbar.“
Der Aegis-Chef befürchtet jetzt, dass seine Buchhandlung noch mehr Kunden an den Onlinehandel verlieren könnte.

Update: „Click & Collect“ in Baden-Württemberg wieder erlaubt

Es war kurz vor Weihnachten ein Schock für den Handel in Baden-Württemberg. Die Landesregierung untersagte Abhol-Angebote wie „Click & Collect“, um „lange Schlangen in der Innenstadt zu vermeiden.“ Nun atmen viele Ladeninhaber auf: Am 5. Januar hat ein Regierungssprecher bekanntgegeben, dass Abhol-Stationen wieder erlaubt werden sollen.