Weil reguläre Kinos in der Corona-Krise geschlossen bleiben müssen, haben Autokinos derzeit in vielen deutschen Städten wieder Konjunktur. Auch in Ulm gibt es bald ein Angebot. Das Dietrich-Theater zeigt ab Ende April Vorstellungen auf dem Volksfestplatz beim Messegelände. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagt Kinoleiter Sebastian Schmid.

Am Wochenende werde das Gerüst für die LED-Wand aufgebaut. Sie misst sieben Meter in der Höhe und 17 Meter in der Breite. Der erste Film soll Schmid zufolge am 30. April gezeigt werden: „Welcher das sein wird, steht noch nicht fest.“

Autokino auf dem Volksfestplatz in Ulm: 350 Fahrzeuge haben Platz

Die Fläche auf dem Volksfestplatz bietet Platz für rund 350 Fahrzeuge. Täglich sollen zwei Vorstellungen laufen, eine familienfreundliche am Nachmittag und eine weitere am Abend. Tickets können nur online bestellt werden, betont Schmid: „Wir halten uns selbstverständlich an die Hygienevorschriften.“ Das Personal kontrolliere die Karten so, dass die Autofahrer ihre Scheibe nicht herunterlassen müssen.

Dietrich-Theater: Kosten liegen im sechsstelligen Bereich

Schmid freut sich darüber, dass das Neu-Ulmer Kino die Fläche in der baden-württembergischen Nachbarstadt nutzen darf. In Bayern ist die Öffnung von Autokinos nämlich noch nicht gestattet. „Wir setzten natürlich darauf, dass das Angebot gut angenommen wird“, so Schmid. Das Projekt sei mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden: „Die Kosten liegen im sechsstelligen Bereich.“

Das Autokino soll in den kommenden drei Monaten geöffnet sein. Das Programm soll in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Bei hoher Nachfrage sei eine Verlängerung denkbar, so Schmid.