Der 1. Mai kommt für die Ulmer Gastronomen ungelegen. Eigentlich wollten sie an diesem Freitag wieder an der bundesweiten Protestaktion „Leere Stühle“ teilnehmen und auf dem Münsterplatz demonstrieren. Doch die prominenteste Fläche der Donaustadt ist besetzt. Es findet eine Kundgebung zum Tag der Arbeit statt.

Bildergalerie: "Stille Leere" in Ulm

Gastronomie Bildergalerie: „Stille Leere“ in Ulm

Daher hat sich Lino Reccia, einer der Initiatoren des Protests in Ulm, gemeinsam mit seiner Frau Anke eine andere Form überlegt, um auf die Interessen der Gastronomen in der Corona-Krise aufmerksam zu machen – ein Fotoprojekt. Die Betreiber des Enchilada waren am Mittwoch mit dem Biberacher Fotografen Andreas Reiner in 42 Ulmer Locations unterwegs, um die Gastronomen in ihren leeren Gasträumen abzulichten. „Wir haben Andreas' erste Aktion ,Stille Leere' in Biberach auf Instagram verfolgt und dachten: Davon muss es eine Fortsetzung in Ulm“, erklärt Anke Reccia.

Foto-Serie soll Emotionen der Wirte abbilden

„Die Fotos sind bewusst in Schwarz-Weiß gehalten“, sagt Fotograf Reiner. Die Bildsprache passe zur aktuellen Situation in der Gastronomie. Er wollte die Emotionen der Wirte in der schwierigen Zeit abbilden. Die Stimmung in den leeren Lokalen sei zum Teil beklemmend gewesen.

Andreas Reiner hofft, dass möglichst alle Lokale die Corona-Krise überstehen. Er könne sich vorstellen, die Gastronomen in Ulm und Biberach noch einmal zu fotografieren, sobald die Pandemie vorüber ist. Dann mit Gästen und glücklichen Gesichtern.

„Stille Leere in Ulm“: Video zum Fotoprojekt in Planung

In den kommenden Tagen geht zum Ulmer Fotoprojekt auch ein Video online. Die Hintergrundmusik liefert der renommierte Pianist Dirk Maassen. Wie der Biberacher „After-Movie“ aussieht, seht ihr hier:

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