89 und 21 – das sind die Zahlen, die am Donnerstag während der Corona-Pandemie in Ulm und Alb-Donau-Kreis wichtig sind. 21 neue Fälle gibt es in Stadt- und Landkreis, die Zahl der Infizierten erhöht sich auf 89. Das teilte das Landratsamt Ulm mit.

Coronavirus: 46 Fälle sind in Ulm bekannt

Damit liefert der Donnerstag vor allem zwei Erkenntnisse. Erkenntnis Nummer 1: In der Großstadt Ulm steigt die Zahl der bestätigten Fälle deutlich rascher als auf dem Land. Vor zwei Tagen waren es in Ulm noch 19 Infizierte. Jetzt sind es 46. Drei mehr als im Alb-Donau-Kreis (43).

Erkenntnis Nummer 2: Es gibt in der Region zwar immer mehr Erkrankte. Doch der Anstieg verläuft stabil, wird nicht schneller. Zumindest war das in den vergangenen beiden Tagen so. Am Donnerstag vermeldete das Landratsamt sogar weniger Neu-Infizierte als am Mittwoch. Da waren es noch 23 neue Fälle gewesen.

Ein Hoffnungsschimmer? Vielleicht. Ein Zeichen für den baldigen Rückgang der Zahlen? Höchstwahrscheinlich nicht. Die Mediziner warten immer noch auf etliche Testergebnisse. Ob die Ansteckungen wirklich zurückgegangen sind oder zumindest stabil blieben, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Winfried Kretschmann zieht Ausgangssperre in Betracht

Auch ist immer noch nicht klar, was die Einschränkungen im öffentlichen Leben bewirken. Da zwischen Infektion und Krankheit mehrere Tage vergehen, wird sich das erst in den kommenden Tagen zeigen.

Trotzdem denken die Ministerpräsidenten einiger Bundesländer schon jetzt über weitere Schritte nach. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwägt etwa eine Ausgangssperre. In Baden-Württemberg gab es am Donnerstag drei neue Todesfälle.

Stuttgart