Video Einheitliche Regeln für Geimpfte in Sicht

  • Und wie sind die Zahlen der Geimpften, bei Erst- und Zweitimpfung?
Ab Montag, den 3. Mai startet in Baden-Württemberg die Impf-Terminvergabe für Menschen aus der Prioritätsgruppe drei. Dazu gehören nach Auskunft des Sozialministeriums Menschen mit folgenden Vorerkrankungen:
  • behandlungsfreien Krebserkrankungen
  • HIV
  • Rheumaerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Asthma
  • Adipositas

Corona-Impfung in BW: Mehr als 3,7 Millionen Menschen haben mindestens eine Dosis erhalten

Mehr als 3,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg haben bereits einmalig eine Corona-Impfung erhalten, wie aus den Daten des Impfquotenmonitorings des Robert Koch-Instituts (Stand 30.04.2021) hervorgeht. Das entspricht einer Impfquote von 26,2 Prozent. 817.753 Menschen im Südwesten verfügen bereits über den vollständigen Impfschutz.

Corona Impfung Baden-Württemberg: Terminvergabe für Prio-Gruppe 3

Impfberechtigt sind ab Montag der Mitteilung zufolge auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. „Noch etwas gedulden müssen sich die Beschäftigten von Berufsgruppen aus der dritten Priorität. Mit der Öffnung dieser Stufe wird, abhängig von den Impfstofflieferungen, etwa Mitte Mai gerechnet“, sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) einer Pressemitteilung zufolge. Mit dem weiteren Öffnungsschritt würden rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt.

Corona Impfung Baden-Württemberg für Prio-Gruppe 3

Als Nachweis für die Impfberechtigung diene ein Attest des behandelnden Arztes, sagte Lucha. Für die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen werde es wie bisher eine Vorlage für eine entsprechende Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben. Diese werde bis Montag online gestellt.

Attest ja oder nein? Das ist das konkrete Vorgehen für Menschen aus der Prio-Gruppe 3

  • KVBW und Sozialministerium konkretisieren Vorgehen für Atteste
  • Gesundheitsminister Manne Lucha: „Bitte wenden Sie sich erst an ihren Arzt wegen eines Attests, wenn Sie einen Termin im Impfzentrum gebucht haben“
  • Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung Dr. Metke / Dr. Fechner: „Patientinnen oder Patienten, die in den Haus- oder Facharztpraxen geimpft werden wollen, werden direkt von den Praxen kontaktiert, wenn dort Impfstoff verfügbar ist. Ein Attest ist dann nicht notwendig“
Lediglich für die Impfung im Impfzentrum ist dabei ein Attest vom Arzt als Impfbescheinigung erforderlich. In diesem Zusammenhang bitten Ministerium und KVBW darum, erst dann ein Attest in der Praxis des behandelnden Arztes oder der Ärztin anzufordern, wenn ein Impftermin im Impfzentrum vereinbart wurde, am besten erst wenige Tage vor dem vereinbarten Termin.

Hoher Andrang für Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen

Die Hausarztpraxen haben derzeit aufgrund der Corona-Impfungen und vermehrten Nachfragen in diesem Zusammenhang mit einem hohen Andrang zu tun. Das Attest erst nach der Terminbuchung anzufragen hilft, die anfallende Arbeit in den Praxen besser zu verteilen, und die Erreichbarkeit der Praxen sicher zu stellen. Vorerkrankte Menschen, die sich ohnehin beim Haus- oder Facharzt impfen lassen möchten, brauchen kein Attest. Die Daten über ihre Erkrankung liegen in der Praxis vor, ein eigener Nachweis erübrigt sich damit. Die Praxen werden sich abhängig von ihren Kapazitäten selbst bei den infrage kommenden Patientinnen und Patienten melden.
„Die Haus- und Fachärzte kennen ihre Patienten und wissen, welche der Patientinnen und Patienten eine Impfung am dringendsten brauchen. Die Öffnung der Impfpriorisierung hat aber nicht zur Folge, dass mehr Impfstoff und mehr Termine zur Verfügung stehen. Daher bitten wir alle um Geduld: Ihre Haus- oder Facharztpraxis wird von sich aus auf Sie zukommen, wenn sie Ihnen ein Impfangebot machen kann“, so die Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung, Dres. Metke und Fechner.

Reihenfolge Impfung BW: Wann wird die Priorisierung aufgehoben?

Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, werde die Priorisierung nicht mehr gebraucht, sagte Lucha. „Wenn andere Bundesländer die Priorisierung aufheben, heißt das nicht, dass alle Berechtigten schnell einen Termin bekommen. Es bewerben sich schlicht und einfach noch viel mehr Menschen um dieselbe Anzahl an Impfterminen.“
Das nächste Dialogtreffen mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, dem Landesseniorenrat, der Landesbehindertenbeauftragten, Selbsthilfeinitiativen und Betroffenenverbänden sei am 3. Mai, kündigte Lucha an.

Lucha fordert von Spahn mehr Impfstoff für Baden-Württemberg

Gesundheitsminister Manne Lucha hat den Bund aufgefordert, Baden-Württemberg im Mai und Juni mehr Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Das Land habe gezeigt, „dass wir ohne Weiteres - sofern nur mehr Impfstoff zur Verfügung steht - mehr als 300.000 Impfungen die Woche schaffen“, schrieb der Grünen-Politiker an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Fest steht, dass zahlreiche Impfzentren ihre Kapazität noch steigern können“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Gesundheitsminister Spahn forderte Impfnachweis der Bundesländer

Spahn habe die Gesundheitsminister der Länder immer wieder aufgefordert, zu beweisen, dass sie ihren Anteil an den damals benannten 2,25 Millionen Dosen pro Woche verbrauchen können. Erst dann könnten die Länder mehr Impfstoff erhalten. „Baden-Württemberg hat geliefert und diesen Nachweis erbracht“, schrieb Lucha. Die bisher für Baden-Württemberg angekündigten Lieferungen von rund 317.000 bis maximal rund 338.000 Impfdosen pro Woche seien nicht ausreichend.

Lucha: Betriebsärzte sollen direkt mit Corona-Impfstoff beliefert werden

Der Landesminister schrieb weiter: „Zusätzlich ist es unerlässlich, auch den niedergelassenen Bereich und die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte mit wesentlich mehr Impfstoff auszustatten. Nur so können wir die Impfkampagne ernsthaft vorantreiben.“ Auch hier müsse der Bund mehr Corona-Impfstoff zur Verfügung stellen.
Lucha forderte zudem, „dass auch die Bundesregierung ihre Hausaufgaben macht: Bisher fehlen Regelungen, wie der Impfstoff direkt in die Betriebe kommen kann - ohne Umweg über ein Impfzentrum“. Es müsse geklärt werden, dass Betriebsärztinnen und -ärzte direkt vom Pharmagroßhandel und den Apotheken mit Impfstoff beliefert werden könnten.

AOK: Deutlich mehr Todesfälle in BW - Was ist der Grund?

In Baden-Württemberg hat es in den vergangenen Monaten laut AOK deutlich mehr Tote gegeben als im Vorjahr. Ist Corona der Grund dafür? Und wie ist die aktuelle Lage in BW? Die Krankenversicherung appelliert trotz Corona-Impfung und guter medizinischer Versorgung zur Einhaltung der Corona-Regeln.

Ulmer Impfzentrum geht der Stoff aus

Plötzlich kommt in Ulm nur noch die Hälfte der benötigten Menge an Vakzinen an. Was das für die geplanten Termine und Abläufe in der Friedrichsau bedeutet.

Warteliste Corona Impfung BW: Großer Andrang auf Termine

Seit Montag können Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe in Baden-Württemberg einen Termin für eine Corona-Impfung buchen. „Der Andrang war erwartbar groß“, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart mit. Bis zum Mittag seien über den Impfterminservice online oder über die Telefonnummer 116117 rund 32 000 Termine gebucht worden. Nach wie vor übersteige jedoch die Nachfrage nach Impfstoff das Angebot. „Wer keinen Termin bekommen hat, sollte es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen“, empfahl der Sprecher. Über den Tag hinweg würden immer wieder neue Termine von den Impfzentren eingestellt.