Die vereinzelten Coronapatienten in Deutschland befinden sich in guten Händen. Doch weltweit steigt die Zahl der Infizierten weiter an. In Panik verfallen sollte man deswegen zwar nicht, trotzdem sollte jeder Haushalt für Krisensituationen und Katastrophen vorbereitet sein.

In Italien etwa sind zehn Gemeinden abgeriegelt, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Hierzulande haben sich in den vergangenen Tagen weitere Menschen angesteckt: Hunderte Menschen in NRW sollen sich in häusliche Quarantäne begeben. Das Gleiche gilt für mehrere Besucher des Dietrich Theaters in Neu-Ulm.

Quarantäne zum Schutz für die Bevölkerung

Die Quarantäne dient zum Schutz der Bevölkerung und soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern. Sie ist eine zeitlich befristete Isolation von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die das Virus bereits haben.

Für diese Notfallsituation sollten sich die Bürger vorbereiten.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt dafür einen Ratgeber und eine Checkliste bereit. Was alles zu einer Notfallration an Lebensmitteln gehört und welche Dinge ihr ansonsten benötigt, findet ihr hier.

Notfallvorrat: Getränke und Lebensmittel

Ihr solltet für etwa zehn Tage planen, in denen ihr euch autark, ohne Einkaufsmöglichkeiten, selbst versorgen könnt. Das Bundesamt veranschlagt pro Person und Tag 2.200 kcal, um den Gesamtenergiebedarf abzudecken. Dabei sollte jedoch jeder seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Also: Allergien, Krankheiten, Diät-Vorschriften und Gewohnheiten beachten.

Getränke

Das Amt rechnet 2 Liter Wasser pro Tag, die mit 1,5 Litern den Bedarf eines Erwachsenen abdecken. Ein halber Liter steht für die Zubereitung von Lebensmitteln zur Verfügung.

Lebensmittel

  • 3,5 kg Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
  • 4 kg Hülsenfrüchte, Gemüse – in Dosen und Gläsern bereits gekocht, ansonsten wird Wasser zum Kochen benötigt
  • 2,5 kg Obst, Nüsse – lange haltbar in Dosen oder Gläsern, sonst lagerfähiges Obst wählen
  • 2,6 kg Milchprodukte
  • 1,5 kg Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver – Eier sind ungekühlt bis zu 20 Tage haltbar, bei Fisch und Fleisch sollte ebenfalls auf die Haltbarkeit geachtet werden
  • 0,4 kg Fette und Öle
  • Sonstige Lebensmittel – Getrocknete Lebensmittel (Tortellini), trockene Speisen (Kekse), Gewürze, Zucker, Salz

Hausapotheke

Die Hausapotheke sollte jederzeit vollständig sein und regelmäßig kontrolliert bzw. aussortiert werden. Dazu gehören: DIN-Verbandskasten, vom Arzt verordnete Medikamente, Schmerzmittel, Hautdesinfektionsmittel, Wunddesinfektionsmittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall, Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe, Splitterpinzette.

Sonstige wichtige Artikel für den Notfall

In jedem Haushalt sollten Hygieneartikel wie Seife und Desinfektionsmittel vorrätig sein. Brandschutzmittel sollten generell zur Hand sein, beispielsweise ein Feuerlöscher und Löschspray. Auch für den Energieausfall sollte man gerüstet sein – mit Kerzen, Feuerzeugen, Taschenlampe, Batterien und Campingkocher. In einer Krisensituation ist auch ein Rundfunkgerät sinnvoll, das mit Batterien betrieben wird. Außerdem sollten im Notfall wichtige Dokumente geordnet und griffbereit sein.

Weitere Informationen

Bürger können auf der Internetseite des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weitere Informationen finden und den Ratgeber und eine persönliche Checkliste herunterladen oder bestellen.

Zu den wichtigsten Fragen zum Coronavirus liefert das Robert Koch Institut die richtigen Antworten.