Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm stieg die Arbeitslosigkeit im Mai um 935 Personen insgesamt 10.232 an. Zum Vorjahresmonat wuchs die Arbeitslosigkeit um 46,6 Prozent an. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 3,3 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im April 2020 und 1,0 Prozentpunkte mehr als im Mai des letzten Jahres.

Nachfrage nach Arbeitskräften sank stark

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise lässt sich im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückführen. Zum einen meldeten sich aufgrund Entlassung oder Aufgabe ihrer selbständigen Tätigkeit mehr Menschen arbeitslos, während gleichzeitig die Nachfrage nach Arbeitskräften stark abnahm. Zum anderen sank die Zahl der Abgänge aus Arbeitslosigkeit in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, zum Beispiel Weiterbildungen, da viele Schulungsmaßnahmen seit Mitte März ausgesetzt oder nur eingeschränkt verfügbar waren. Diese laufen seit Mitte Mai nach und nach wieder an.

Zahl der Kurzarbeiter

Im Bezirk Ulm meldeten für den Kalendermonat bis zum 27. des Monats 422 Betriebe für bis zu 20 407 Beschäftigte Kurzarbeit an.

Arbeitslose im Überblick

  • Im Landkreis Biberach stieg die Arbeitslosenquote auf 2,7 Prozent. Es ist der einzige Kreis in Baden-Württemberg unter der Drei-Prozent-Marke. Zum Vormonat sind das 0,4 Prozentpunkte mehr, zum Vorjahr 0,9. Mit 3 228 Frauen und Männern waren 330 oder 11,4 Prozent mehr Menschen arbeitslos als vor vier Wochen. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 2 097 Menschen (plus 183), das Jobcenter des Landkreises Biberach 1 131 Frauen und Männer (plus 147). Im März und April zeigten im Landkreis Biberach 1 634 Betriebe für 38 662 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Mai waren es 125 Betriebe für 5 034 Beschäftigte.
  • Alb-Donau-Kreis
    3 771 Menschen waren arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (2 380) oder das Jobcenter (1 391) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 353 oder 10,3 Prozent mehr Menschen als vor vier Wochen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,2 Prozent. Im März und April zeigten im Alb-Donau-Kreis 1 565 Betriebe für 19 510 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Mai waren es 162 Betriebe für 1 836 Beschäftigte.
  • Ulm
    Im Stadtgebiet Ulm waren 3 233 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 750) und das Jobcenter (1 483) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Somit stieg die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 252 Personen oder um 8,5 Prozent an. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,2 Prozent. Im März und April zeigten im Stadtkreis Ulm 1 644 Betriebe für 27 291 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Mai waren es 135 Betriebe für 13 537 Beschäftigte.