Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die regionalen Betriebe sind nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer Ulm massiv und ziehen sich quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen.

Laut einer aktuellen IHK-Blitzumfrage rechnen etwa acht von zehn Unternehmen für das Jahr 2020 mit Umsatzrückgängen. Dabei gehen rund 70 Prozent von zweistelligen Umsatzeinbrüchen aus. Jedem vierten Betrieb wird laut IHK sogar mindestens die Hälfte seiner Jahresumsätze wegfallen.

Betriebe fürchten um ihre Existenz

„Für zahlreiche Betriebe ist das existenzbedrohend. Wir begrüßen daher, dass mit dem Stufenplan der Landesregierung zumindest die Wiedereröffnung von Gastgewerbe und Tourismus, Freizeitwirtschaft und einigen weiteren Dienstleistungen eingeleitet wurde“, sagt IHK-Präsident Jan Stefan Roell. „Wichtig ist aber, dass corona-konformes Wirtschaften allen Unternehmen gleichermaßen möglich wird. Für viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen gebe es noch immer lediglich vage teils keine klaren Öffnungsperspektiven und Vorgaben. „Da besteht dringender Anpassungsbedarf.“

IHK: Soforthilfeprogramm von Bund und Land richtig und wichtig

Da mehr als jeder vierte Betrieb über einen akuten Liquiditätsengpass klage, sei „das Soforthilfeprogramm von Bund und Land wichtig und richtig. Gleichzeitig sind weitere finanzielle Unterstützungsprogramme vonnöten“, betont Max-Martin Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.

Laut Umfrage geht ein großer Teil der regionalen Wirtschaft von keiner schnellen Rückkehr zur Vorkrisen-Geschäftstätigkeit aus. So geben fast vier von zehn Betrieben an, hiermit erst im Verlauf des Jahres 2021 oder sogar noch später zu rechnen.

Insgesamt haben sich 422 regionale Betriebe an der Befragung beteiligt.