Der Eilantrag der Aegis Buchhandlung gegen ein Abhol-Verbot (“Click & Collect“) während des Lockdowns wurde vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim abgelehnt. Vom Gericht wurde dazu eine 22-seitige Begründung verfasst, die allerdings aus Sicht von Buchhändler Rasmus Schöll und seinem juristischen Vertreter Oliver Bauer von Eisenbeis Partner enttäuschend ist, da sie wenig auf den konkreten Einzelfall und die Argumente der Aegis Buchhandlung eingeht.
„Wir halten die Entscheidung für falsch“, teilt Schöll mit. Das Abhol-Verbot sei nicht verhältnismäßig, da die Nachteile für die Buchhandlung erheblich seien und das vom Verordnungsgeber angestrebte Ziel, Menschenansammlungen zu vermeiden, nicht erreicht werde. „Jetzt drängen sich die Menschen dafür auf der Post.“ Der Eilantrag greift einem so genannten Hauptsacheverfahren vor, das innerhalb einiger Monate aufgegriffen werden kann. Man werde in Ruhe prüfen, ob dieser Weg eingeschlagen wird. „Momentan gilt die ganze Konzentration meinen Kunden, die wir beliefern, und dem Laden.“

Update: „Click & Collect“ in Baden-Württemberg wieder erlaubt

Es war kurz vor Weihnachten ein Schock für den Handel in Baden-Württemberg. Die Landesregierung untersagte Abhol-Angebote wie „Click & Collect“, um „lange Schlangen in der Innenstadt zu vermeiden.“ Nun atmen viele Ladeninhaber auf: Am 5. Januar hat ein Regierungssprecher bekanntgegeben, dass Abhol-Stationen wieder erlaubt werden sollen.