Ulm City-Händler fordern mehr Sicherheit ein

Polizei darf Präsenz nicht verringern: City-Manager Henning Krone. Foto: Lars Schwerdtfeger
Polizei darf Präsenz nicht verringern: City-Manager Henning Krone. Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / HUM 02.03.2013

Die Einzelhändler sind schockiert über die Häufung von spektakulären Einbrüchen in Ladengeschäfte der Innenstadt. Wie City-Manager Henning Krone gestern auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE sagte, werde der Verein Ulmer City Marketing das Gespräch mit der Stadt und vor allem mit der Polizei suchen. "Die Händler sind bestürzt", sagte Krone, vor allem nach dem Einbruch bei der Brillen-Galerie Bolay & Bolay am vergangenen Wochenende (wir berichteten), bei dem sich Einbrecher eine Stunde lang Zeit nehmen konnten, obwohl die Polizei am Tag zuvor über die Einbruchsspuren an dem Ladengeschäft informiert worden war. Krone bemängelt, dass sich die Polizei immer mehr vom Streifendienst zurückziehe, wie die Abschaffung von Fußstreifen belege. "Präsenz bedeutet Sicherheit", fasst er seine Sicht der Dinge zusammen, es sei das falsche Signal, diese Präsenz - aus welchen Gründen auch immer - zurückzufahren.

Bereits am Donnerstag dieser Woche hat es aus aktuellem Anlass offenbar ein erstes Gespräch gegeben, am Mittwoch will sich auch der Vorstand des City-Marketing mit dem Thema befassen. Krone will ein Schreiben an die Stadtspitze und die Fraktionen in der Hoffnung verfassen, dass Maßnahmen ergriffen werden, die die Sicherheit der Einzelhändler erhöhen.

Auch Vorstand Michael Klamser will die spektakulären Einbrüche in Juwelier- und Brillengeschäfte und Modeboutiquen thematisieren. "Man müsse sich fragen, in welch kriminellem Umfeld man lebe", sagte der Chef von Sport Klamser, in dessen Privathaus unlängst ebenfalls eingebrochen wurde.