SSV Ulm 1846 Fußball Chaos im Donaustadion: Entschädigung für Betroffene

Weil die Blöcke überfüllt waren, konnten einige Besucher des DFB-Pokal-Spiels die Partie nicht im Stadion verfolgen.
Weil die Blöcke überfüllt waren, konnten einige Besucher des DFB-Pokal-Spiels die Partie nicht im Stadion verfolgen. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / SWP 22.08.2018
Da einige Besucher das DFB-Pokalspiel wegen der zu vollen Blöcke nicht sehen konnten, bietet der SSV Ulm 1846 Fußball den Betroffenen nun eine Entschädigung an.

Der SSV Ulm 1846 Fußball reagiert auf die Kritik an den zu vollen Blöcken im Donaustadion beim Sensationssieg der Spatzen gegen Eintracht Frankfurt. Wie der Verein in einer Mitteilung bekannt gab, werden betroffene Fans entschädigt – mit einer Freikarte für das Regionalliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart II am 21. September.

Was war passiert?

Bereits deutlich vor dem Anpfiff um 15.30 Uhr zeichnete sich ab, dass viele Fans es schwer haben würden, in die auf ihren Karten ausgewiesenen Blöcke zu kommen. Auf den Aufgängen bildeten sich teils längere Schlangen, einzelne Zuschauer standen bereits auf den Geländern, ein Durchkommen in den Block war, wenn überhaupt, nur schwer möglich.

Was sagen die Fans?

Zuschauer Maximilian Küchle etwa sagte der Südwest Presse nach dem Spiel: „Es war die Hölle. Die Besucher stauten sich schon die Treppen hoch. Es gab kein Vorkommen in den Block.“ SSV-Anhängerin Meike Plettenberg äußerte sich so: „Wir haben uns bemüht, waren mindestens 20 Minuten vor Anpfiff vor Ort und hatten dennoch keine Chance in den Block zu kommen.“ Sie schaute das Spiel letztlich zuhause am Fernseher und sagt: „Ich habe mir überlegt, in dieser Saison öfter ins Stadion zu gehen. Aber das muss ich mir noch mal genau überlegen.“

Was sagt der Verein?

Der Verein hat den Frust einiger Fans zur Kenntnis genommen – „schon während des Spiels und besonders am Montag erreichten den SSV Ulm 1846 Fußball Meldungen, dass einige Besucher der Stehplatzblöcke das Spiel nicht oder nur teilweise sehen konnten, da sie nicht in ihren Block kamen“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Und weiter: „Nach erster Analyse wurde nun die Problematik bekannt: Die Stehplatzblöcke waren im unteren Bereich nicht vollständig gefüllt und die Zuschauer haben sich stattdessen in den hinteren Bereichen und auf den Treppen positioniert, um einen besseren Blick zu haben.“ Zwar habe man noch seitliche Tore geöffnet, um Zuschauer hinein zu lassen, wirklich lösen ließ sich das Problem aber nicht mehr. „Der Verein bedauert diesen Umstand sehr und entschuldigt sich in aller Form bei den betroffenen Personen.“

Was müssen betroffene Fans nun tun?

Zuschauer, die wegen der zu vollen Blöcke das Spiel nicht im Stadion verfolgen konnten, können sich per Mail an den Verein wenden. Der genau Wortlaut der Mitteilung: „Dazu ist eine schriftliche Stellungnahme notwendig, welche an presse@ssvulm1846-fussball.de gesendet werden soll. Darin muss der genaue Sachverhalt mit nachvollziehbaren Erklärungen enthalten sein.“

Und was bedeutet das für das Spiel in der zweiten Pokal-Runde?

Der SSV Ulm 1846 Fußball betont in seiner Mitteilung, dass man sich bereits jetzt um eine Verbesserung für die nächste Runde im DFB Pokal bemühe. „Die Vorstände wie auch das gesamte Organisationsteam haben bereits erste Analysen und Verbesserungspläne aufgestellt und werden zur zweiten DFB-Pokalrunde am 30./31. Oktober zusammen mit dem Sicherheitsdienst auf Basis der gemachten Erfahrungen eine Verbesserung der Situation herbeiführen“, heißt es. Zudem bittet der Verein „ein Stück weit um Verständnis. Ein solches Großereignis war für alle beteiligten absolutes Neuland. Jede Kritik wird aufgenommen und versucht, in Zukunft zu verbessern“.

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