Bauwerke CDU: Marode Brücken rasch sanieren

Ulm / swp 02.07.2018

Die am vergangenen Donnerstag eilig verhängte Teilsperrung der Gänstorbrücke wegen gravierender Korrosionsschäden (wir berichteten) ruft die CDU-Fraktion im Ulmer Gemeinderat auf den Plan. In einem Eilantrag an Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) fordert sie von der Verwaltung Sofortmaßnahmen sowie eine Bereitstellung erheblicher Finanzmittel zur Reparatur der zahlreichen weiteren sanierungsbedürftigen Ulmer Brücken.

„Sanierungsmaßnahmen, die in der Vergangenheit vertagt wurden, kommen uns jetzt teuer zu stehen“, heißt es im Antrag der Fraktion. Bereits seit Jahren setze man sich im Kommunalparlament dafür ein, Brücken, die im Zustandsbericht mit 3,0 oder schlechter bewertet wurden, umgehend zu sanieren und in der Investitionsstrategie privilegiert zu behandeln. Bisher leider fast immer vergeblich.

„Bereits 2016 und 2017 hatten wir ... bei der Verabschiedung des Haushalts eingebracht, jährlich mindestens sieben Millionen Euro für die Brückensanierung einzustellen.“ Auch ein jüngster entsprechender Antrag der CDU vom April 2018, in dem es um eine bei Bauarbeiten beschädigte Brücke am Hochsträß ging, „ist bisher in der Sache unbearbeitet geblieben“. Fazit der Fraktion: „Es ist jetzt Zeit zu handeln, geschoben wurde viel zu lange.“

 Für die nächste Beratung des Gemeinderats zu den finanziellen Eckdaten – sie findet noch diesen Juli statt – schlägt die CDU zwei Beschlussfassungen vor. Erstens: Für Sofortmaßnahmen zur Sanierung der Gänstorbrücke werden umgehend Mittel im Nachtragshaushalt 2018 bereitgestellt. Zweitens: Für weitere Brückensanierungen stellt Ulm jährlich 7,5 Millionen Euro bereit. Priorisiert zu behandeln seien alle jene Brücken, die im Zustandsbericht mit 3,0 oder schlechter bewertet wurden.  „Sie sind zeitnah zu sanieren.“

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