Plätze CDU sorgt sich um Zustände auf Ulmer Plätzen

CAROLIN STÜWE 26.08.2014
Bürger klagen darüber, dass auf öffentlichen Plätzen Alkohol und Drogen konsumiert werden. Die Ulmer CDU fordert einen Runden Tisch.

Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum, Gegröle, Randalieren, Verschmutzungen, Pöbeleien, Notfalleinsätze. . . die Liste ist lang, die die CDU-Rathausfraktion anhand zunehmender Klagen von Ulmer Bürgern zusammengestellt hat. Brennpunkte sind laut einem Antrag an Oberbürgermeister Ivo Gönner die Lautengasse, der Stadtgarten mit den Kirschbäumen bei der Büchsengasse, die Hirschstraße und vor allem der Karlsplatz. In der Vergangenheit seien immer wieder Anträge gestellt worden, „aber die Kontrollen seitens des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Polizei scheinen unzureichend gewesen zu sein“, heißt es. Auf diesen öffentlichen Plätzen, wo sich wie auf dem Karlsplatz zum Teil auch Spielplätze befinden, werde nach wie vor Alkohol getrunken, finde man Spritzen und Kanülen, die auf einen Drogenkonsum schließen lassen. Problematisch sei die Situation im Karlsplatz- Pavillon und in der Toilettenanlage.

Deshalb schlagen alle neun CDU-Stadträte einen Runden Tisch vor, der sich Lösungsmöglichkeiten überlegen soll, gemeinsam mit der Drogenhilfe, der Spielplatzkommission, der Abteilung Grünflächen, den Bürgerdiensten, der Polizei und mit betroffenen Bürgern. „Wir beantragen, nicht nur kleinteilig dort Feuerwehr zu spielen, wo es gerade brennt, sondern das Problem generell anzugehen.“ Die Kommunalpolitiker gehen sogar so weit, dass sie vorschlagen, den Drogensüchtigen einen „Fixerraum oder ähnliches“ anzubieten. Vor allem aber sollen die Bürgerbeschwerden in der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert werden.

Auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Ulm hat bei OB Gönner beantragt, dass die „sehr bedrohlichen Zustände“ am Karlsplatz abgestellt werden.